Graffiti, Algen, verstopfte Gullis: Die Muharrem-Acar-Brücke am S-Bahnhof Wilhelmsburg könnte besser in Schuss gehalten werden. Foto: cvs

Fußgänger-Querung am S-Bahnhof Wilhelmsburg soll endlich fachmännisch gereinigt werden – Ausschreibung läuft

Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg. Dreck auf dem Boden, Algenbelag und Graffiti auf den Glasscheiben unterhalb des Geländers: Die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Wilhelmsburg verwahrlost zusehends. Nun will die örtliche SPD, die kürzlich zusammen mit CDU und FDP einen entsprechenden Antrag im Regionalausschuss gestellt hatte, dem Problem zuleibe rücken.
„Die Brücke ist eine Art Entrée für den Stadtteil und sollte daher auch optisch etwas hermachen“, sagt Fred Rebensdorf, Sprecher der SPD-Fraktion. „Und zwar nicht nur für die Passanten auf der Brücke, sondern auch für Autofahrer, die auf der Wilhelmsburger Reichsstraße unterwegs sind und die Graffiti bei der Durchfahrt direkt im Blickfeld haben.“
Das Bauwerk war 2013 im Vorfeld der Gartenschau eingeweiht worden. Es wird nicht nur von HVV-Kunden, sondern auch von vielen Fans der Hamburg Towers oder von Besuchern der Umwelt- bzw. Stadtentwicklungsbehörde genutzt. Offiziell heißt sie „Muharrem-Acar-Brücke“ – nach einem inzwischen verstorbenen türkischen Einwanderer, der als vorbildlich integriert galt. Da sie „gewidmet“ ist (einen offiziellen Namen bekommen hat), ist die Stadtreinigung für die Säuberung zuständig. Dies geschieht nach Auskunft des Unternehmens sieben Mal pro Woche.
Algenbefall und Graffiti gehören allerdings nicht zum Aufgabengebiet der Stadtreinigung. Bis Oktober letzten Jahres war der Bezirk Mitte hierfür zuständig – seither kümmert sich der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) darum. Nach Auskunft von LSBG-Sprecherin Edda Teneyken geht es dem Schmutz bald an den Kragen: „Zurzeit läuft eine Ausschreibung für eine Firma, die sich um die Reinigung der Glasscheiben kümmern soll.“
Ebenso beklagt wird der Zustand der Wasserabläufe im Bereich der Fahrkartenautomaten. Diese sind demnach bei Regen häufig verstopft, sodass man beim Ticketkauf nasse Füße bekommt. Auch hier scheint sich schon etwas zu tun: „Der Bodenbereich vor den Fahrkartenautomaten hat sich durch regelmäßige Spülungen und Reinigungen des Abflusses bereits verbessert“, schreibt die Verkehrsbehörde unter Bezugnahme auf die Deutsche Bahn (DB). Es sei geplant, ab dem Frühjahr den Boden entsprechend „zu bearbeiten“, um die Situation in den Griff zu bekommen.

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