Blick auf das künftige Südportal: Der Altonaer Deckel, der sich von der Behringstraße bis etwa Höhe Nansenstraße (Volkspark) erstreckt, lässt das durch die A7 in zwei Hälften geteilte Bahrenfeld wieder zusammenwachsen. Grafik: DEGES/V-KON.media

Der Startschuss fällt bereits Mitte des Monats: Kurz nach dem Abschluss der Arbeiten am Stellinger A7-Tunnel geht es jetzt nahtlos mit Altonaer Deckel weiter. Offizieller Spatenstichtermin ist am Freitag, 12. März – die eigentlichen Bauarbeiten beginnen aber erst am Donnerstag, 18. März. Während der folgenden vier Tage werden die drei Brücken der Behringstraße, Osdorfer Weg und Bahrenfelder Chaussee der Länge nach halbseitig abgebrochen. Zwischen den Hamburger Anschlussstellen Heimfeld und Volkspark muss die Autobahn A7 in diesem Zeitraum (18. März, 22 Uhr, bis 22. März, 5 Uhr) voll gesperrt werden. Das Altonaer Tunnelbauprojekt ist mit rund 2,3 Kilometern der längste Deckelabschnitt Hamburgs. Die Bauzeit wird auf acht Jahre geschätzt.

2025 soll die erste Tunnelröhre fertig sein

Eines der Hauptargumente für das gigantische Bauprojekt ist der Lärmschutz: So soll die Lärmbelastung für Wohnungen in dem betroffenen Bereich laut Verkehrsbehörde um etwa 95 Prozent zurückgehen. Zusätzlich entstehen neue Flächen für Parks und Wohnungen. „Der Altonaer Autobahndeckel ermöglicht Hamburg eine Stadtreparatur historischen Ausmaßes“, sagt Verkehrssenator Anjes Tjarks. „Er wird ganze Stadtteile zusammenführen und er wird massiv die Gesundheit der anwohnenden Menschen schützen. Zudem lässt er den alten Traum von einer zusammenhängenden Grünachse vom Volkspark bis zur Elbe wahr werden und ermöglicht gleichzeitig die Schaffung von dringend benötigten Wohnraum. Insgesamt werden 27 Hektar neue Stadtfläche inmitten von Hamburg geschaffen. Ich freue mich, dass dieses Projekt jetzt konkret wird.“

Mit seiner Länge von 2,3 Kilometern wird der Altonaer Deckel nach Abschluss der Bauarbeiten zwar nicht der längste Tunnel Europas sein (schon der neue Elbtunnel ist deutlich länger), aber dafür mit 45 Metern einer der breitesten. Bisher betrug die durchschnittliche Auslastung rund 130.000 Fahrzeuge pro Tag – nach der Erweiterung von drei auf vier Spuren pro Richtung sollen 145.000 Autos möglich sein.

Die Fertigstellung der ersten Tunnelröhre wird für das Jahr 2025 angepeilt. Laut Planung soll dann bereits der gesamte Verkehr unter dem Betondeckel verschwinden. Die Gesamtkosten für den Altonaer Deckel belaufen sich auf rund 790 Millionen Euro, wovon die Stadt Hamburg rund ein Viertel übernimmt.

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