Seit dem 26. September 2018 ist die Schüttstraße (Foto) komplett gesperrt. Demnächst wird auch der Gloria-Tunnel zeitweilig geschlossen. 20 Firmen aus dem SeeveViertel haben ihren Ärger über diese Abschottung ihres Quartiers in einem Schreiben an Bezirksamtsleiterin Fredenhagen deutlich gemacht. Foto: hansen

Zufahrt Schüttstraße seit mehr als zwei Jahren gesperrt,
demnächst wird auch der Gloria-Tunnel zeitweilig geschlossen

Olaf Zimmermann, Harburg. Wegen des monatelangen Lockdowns kämpfen viele Betriebe um ihre Existenz. Im Harburger SeeveViertel befinden sich 20 Firmen gefühlt seit über zwei Jahren im Lockdown. In einem Schreiben an Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen haben 20 Geschäftsleute aus dem Viertel ihre Sorgen geschildert.
Ihr Problem besteht, seit im September 2018 die Zufahrt ins Viertel gesperrt wurde. Ändern wird sich diese Situation erst, wenn das auf dem Gelände des ehemaligen Harburg Centers geplante Wohn- und Geschäftshaus fertiggestellt ist. Und das wird noch dauern. Mindestens bis Ende 2023. Solange muss sich der komplette Verkehr durch die enge Ebelingstraße quälen. Eine „belastende Situation“, wie auch Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen einräumt.
Rampe zum Gloria-Tunnel wird umgebaut
Das Problem: Die Abrissarbeiten sind seit März 2019 beendet, eine Baugenehmigung liegt seit April 2020 vor – aber gebaut wird bislang nicht. Warum? Carolin Höfner, Sprecherin des Projektentwicklers BPD, sagt: „Wir befinden uns noch in den Vergabeaktivitäten der Bauleistungen. Die Baugenehmigungen liegen vor – es sind jedoch noch öffentlich rechtliche Verträge vor Baubeginn zu schließen.“
Oder starten die Bauarbeiten erst, wenn BPD einen Käufer für das Wohn- und Geschäftshaus gefunden hat? „Ein Baubeginn ist nicht zwingend von dem Verkauf abhängig“, teilt die BPD-Sprecherin mit. Ende 2023, Anfang 2024 könnten die ersten Mieter in die Wohnungen einziehen. Schneller geht‘s nicht. „Leider hat das Bezirksamt derzeit kaum Möglichkeiten, das Bauvorhaben zu beschleunigen“, räumt Bezirksamtsleiterin Fredenhagen ein.
Kann die Sperrung der Schüttstraße jetzt nicht solange aufgehoben werden, bis mit den Bau gestartet wird? Bis Redaktionsschluss kam auf diese Frage keine Antwort aus dem Bezirksamt.
Ein weiteres Problem: In diesem Jahr wird der Umbau der Rampe zum Gloria-Tunnel starten. Durch den Tunnel kommen Fußgänger und Radfahrer von der Lüneburger Straße ins SeeveViertel. Während der Bauarbeiten muss der Tunnel zeitweilig komplett geschlossen werden. „Das verschärft unsere Situation noch weiter“, sagt Jörn Hansen (Rieckhof) stellvertretend für die Geschäftsleute des Quartiers. Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen will dafür sorgen, den Zeitraum der Sperrung so kurz wie möglich zu halten.

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