Treppe Am Hang: Über die Rinne für den Wasserablauf könnten auch Fahrräder geschoben werden – wenn das Geländer nicht wäre. Foto: JVE

Von Julia Vellguth, Blankenese

Radfahrer haben es im Blankeneser Treppenviertel nicht leicht. Rund 5.000 Treppenstufen gibt es dort, verteilt auf viele kleine Straßen, die es auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder nach Hause zu überwinden gilt. Nur an wenigen Stellen verläuft an der Seite der Stufen eine Rinne für den Wasserablauf, die auch zum Schieben eines Fahrrades genutzt werden kann – sofern auf derselben Seite kein Geländer verläuft. Doch es soll Abhilfe geschaffen werden.

In der Bezirksversammlung Altona wurde Ende Oktober von allen Fraktionn beschlossen, die Erreichbarkeit der Straßen im Blankeneser Treppenviertel mit dem Rad zu verbessern. Als besonders wichtige Verkehrswege wurden Strandtreppe, Charitas-Bischoff-Treppe, Schlagemihls-Treppe, Steiler Weg, Grube und Am Hang ausgemacht. Denkbar wäre die Ausstattung mit Fahrradrinnen oder die Möglichkeit zur Mitnutzung von Wasserabläufen am Rand der Treppen. Die Verwaltung erarbeitet gerade ein Konzept, das spätestens Ende März im Verkehrsausschuss diskutiert werden soll.

Der Antrag hat seinen Ursprung in der bei den Blankeneser Christdemokraten. Ortsvorsitzender und Bezirksabgeordneter Johann Riekers: „Im Grunde genommen kann man alte Eisenbahnschienen nehmen und diese umgekehrt verlegen – und die gibt es beinahe umsonst.” Riekers schätzt die Kosten je nach Aufwand und Länge auf ein paar hundert bis viertausend Euro. Das könnte aus dem Investitionsfonds finanziert werden.
Es gebe immer mehr Fahrräder und Lastenfahrräder, die von der Elbseite nach oben und umgekehrt fahren oder geschoben werden, hieß es in der Beschlussvorlage. Familien, Touristen oder Pendler hätten Schwierigkeiten, vernünftige Wege zu finden, ohne ausgerechnet den steilen Waseberg hochfahren zu müssen oder die Fahrstrecke um mehrere Kilometer zu verlängern. Während die einen ihr Fahrrad mühsam ihr Fahrrad durchs Treppenviertel tragen, fahren andere verkehrswidrig die Blankeneser Hauptstraße hoch – zum Teil auf dem Gehweg und der Fahrbahn, obwohl die die schmale Einbahnstraße nicht für den Radverkehr entgegen der Fahrtrichtung freigegeben ist.

Lösungen, die das Schieben von Fahrrädern vereinfachen, gibt es bereits bundesweit, in Hamburg und auch im Bezirk Altona: Zwischen Alsterweg und Rathenaustraße gibt es ein an der Treppe aufgeschraubtes Metallprofil, am Lattenstieg wurde eine Metallrampe verbaut – und an der Fußgänger-Bahnüberführung zwischen Simrockstraße und Hasenhöhe befinden sich bereits Fahrradrinnen.

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