Die Schulbehörde prüft, ob nach den Frühjahrsferien Corona-Schnelltests für Schulbeschäftigte möglich sind. Nach Informationen des NDR ist ein Pilotversuch an Schulen im Hamburger Süden geplant. Foto: panthermedia

Hamburg tritt auf der Stelle. Trotz des Lockdown gehen die Corona-Infektionszahlen seit Tagen nicht wie erhofft zurück. Sie stagnieren, während andere Bundesländer sinkende Werte melden. Welche Rolle dabei neue Varianten des Corona-Virus spielen, soll jetzt durch Untersuchungen im Universitätsklinikum Eppendorf und im Heinrich-Pette-Institut herausgefunden werden. „Die Antworten sind sehr wichtig für die Entscheidungen, die wir in den kommenden Wochen treffen müssen“, sagt Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard.
Einen Weg zurück in mehr Normalität sollen jetzt Corona-Schnelltests eröffnen. Gesundheitsminister Jens Spahn hat überraschend angekündigt, dass ab 1. März alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können – in Apotheken oder Arztpraxen.
Bei der nach den Frühjahrsferien angestrebten schrittweisen Öffnung der Schulen und Kitas kommen Lehrer und Erzieher dann täglich wieder Kindern aus Dutzenden von Haushalten nahe. Kindern, die sich ebenso wie Erwachsene mit dem Corona-Virus anstecken und es übertragen können.
Um hier die Mitarbeiter zu schützen, setzt Hamburg auf leicht anwendbare (Laien-)Schnelltests, wie sie in Österreich längst benutzt werden. Anders als beim Nasen- Rachenabstrich genügt hier meist schon ein Gurgeln oder Spucken. Diese Tests liefern bereits nach 15 Minuten ein Ergebnis. Mitarbeiter können so jeden Tag vor Dienstbeginn einen Corona-Check machen. Das Problem: Die (Laien-)Schnelltests sind in Deutschland bislang nicht zugelassen. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte strebt erste Zulassungen für Anfang März an.
„Wir prüfen zurzeit, ob und wie Corona-Schnelltests für Schulbeschäftigte möglich sind. Damit würden wir dann voraussichtlich nach den Märzferien starten“, teilt Schulbehörden-Sprecher Peter Albrecht mit.
Nach Informationen des NDR könnte am 15. März ein erster Pilotversuch mit Schnelltests für Lehrer an Hamburger Schulen im Bereich Süderelbe starten.
Gleichzeitig will sich der Senat dafür einsetzen, dass Lehrer und Erzieher früher als bisher geplant eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Dafür muss auf Bundesebene die Corona-Virus-Impfverordnung geändert werden.
Zurück nach Hamburg: Die Kapazität des Impfzentrums in den Messehallen wurde erweitert. Jetzt können hier täglich 7.000 Personen geimpft werden.

>> Alle wichtigen Informationen sind unter
www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Die Corona-Hotline ist unter Tel 040/428 28 40 00 erreichbar, mo-fr von 8 bis 19 Uhr, sa/so von 7 bis 17 Uhr.

Corona-Zahlen
Im zurückliegenden Sieben-Tages-Zeitraum (Stand 16. Februar) sind in Hamburg 1.275 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Inzidenz (die Zahl der neu Erkrankten je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) lag bei 67 (Vorwoche: 62). Laut Robert-Koch-Institut sind bislang 1.196 Menschen in Hamburg an Corona gestorben (Stand: 14. Februar).

Bis einschließlich 15. Februar haben in Hamburg 67.681 Menschen eine Erstimpfung erhalten, 36.062 Personen bereits eine Zweitimpfung.

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