Auf einen Zebrastreifen müssen die Grundschüler der Max-Traeger-Schule und die Kinder der benachbarten Kita Baumacker seit circa einem Jahr verzichten. Das soll sich bald ändern. Foto: pr

Erfolgreicher Druck von Eltern, Kindern und Kommunalpolitik für sicheren Übergang zur Max-Traeger-Schule und zur Kita

 

René Dan, Eidelstedt

Für die Wiedereinrichtung eines Zebrastreifens vor ihrer Grundschule – und somit nahe der benachbarten Kita Baumacker – haben Kinder demonstriert, Eltern Unterschriften gesammelt und Politiker Anträge geschrieben. Nach gut einem Jahr wird dieses Engagement von Erfolg gekrönt: Im Frühjahr bekommt die Max-Traeger-Schule einen Zebrastreifen vor ihrem Eingang am Baumacker 10. Das gab Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Kay Gätgens auf der letzten Bezirksversammlung bekannt.

„Ich war positiv überrascht“, sagt der Eidelstedter CDU-Bezirksabgeordnete Sören Ehrlich. Er hatte zusammen mit Schwarz-Grün einen SPD-Antrag unterstützt und ergänzt, der erneut einen „Fußgängerüberweg“ fordert.

Allerdings hatte sich die zuständige Straßenverkehrsbehörde im Polizeikommissariat 27 lange gegen die Wiedereinrichtung eines Zebrastreifens gewandt. Deren Begründung: Der Baumacker wurde im Frühjahr letzten Jahres, im Zuge der Sanierung der Straße, in eine Tempo 30 Zone umgewandelt – und in solchen Fällen sind laut Verwaltungsrichtlinie Zebrastreifen „entbehrlich“. Weiteres Argument der Polizei: Laut einer Verkehrszählung gebe es nicht überdurchschnittlich viel Verkehr und Fußgänger.

Kritiker überzeugt das nicht, schließlich gebe es morgens und mittags ein hohes Verkehrsaufkommen. „Kinder brauchen einen sicheren Weg zur Schule, und der ist ohne Zebrastreifen nicht gegeben“, betont Marlis Flügge, Leiterin der Max-Traeger-Schule. Der Baumacker sei eine Durchfahrtstraße für Busse und Autos. „Eltern, die ihre Kinder in die Kita oder in die Schule bringen, halten vor der Schule, sodass die Kinder die Straße ohne einen Fußgängerüberweg nicht sicher überqueren können. Kindern und auch den Autofahrern bietet der Zebrastreifen eine Orientierung im Straßenverkehr“, so die Schulleiterin weiter.

„Super“ sei es, wenn der Zebrastreifen nun doch noch eingerichtet werde – und das sei das Ergebnis der Hartnäckigkeit der Eltern im Elternrat der Max-Traeger-Schule.

„Der öffentliche Druck“ von Eltern, Kinder-Demonstration und Kommunalpolitik habe zum Erfolg geführt, ergänzt Sören Ehrlich. Er erinnert zudem daran, dass der CDU-Politiker Olaf Ohlsen (1941-2019) vor mehr als 20 Jahren mit den Anstoß zur erstmaligen Errichtung eines Zebrastreifens vor der Schule gegeben hatte: Nachdem eine Junge vor der Schule von einem Bus angefahren worden war.

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