Performance der Gruppe »Fuera de Foco Crew« aus Argentinien, die 2021 an der KinderKulturKarawane teilnimmt

Trotz der andauernden schwierigen Bedingungen für Kultur- und Bildungsprojekte wird die KinderKulturKarawane auch dieses Jahr internationale Begegnungen ermöglichen. Seit mehr als 20 Jahren organisiert das Projekt den Austausch mit jungen Künstler*innen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die Gruppen stellen ihre Performances aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Zirkus vor. Außerdem geben sie Workshops, in denen sie künstlerische Methoden und Inhalte direkt an Gleichaltrige vermitteln (Peer-to-Peer).

Um die KinderKulturKarawane unter den Herausforderungen der COVID-19 Pandemie fortzuführen, wurden letztes Jahr gemeinsam mit den Gruppen aus dem Globalen Süden Formate für virtuelle Begegnungen entwickelt. Die Formate werden flexibel in der Gruppe oder zu Hause eingesetzt und beinhalten vielfältige Einblicke in das Leben der Jugendlichen vor Ort, Tutorials zum Mitmachen und den direkten Austausch mit den internationalen Gruppen in Echtzeit.

»Das Projekt ist unglaublich gut bei unseren Jugendlichen angekommen und hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Der Live-Chat war dabei natürlich das Highlight. Er kam so gut an, dass wir statt 90 Minuten sogar 105 Minuten mit den Jugendlichen aus Argentinien gesprochen haben«, so die Projektinitiatorin der VHS Castrop Rauxel über den digitalen Austausch mit der Urban Dance Formation Fuera de Foco Crew aus Argentinien. Auch im derzeitigen Lockdown werden die Formate weiterhin im Schulunterricht und für digitale Kulturangebote eingesetzt. Durch die Teilnahme werden sowohl die soziokulturellen Projekte aus den Ländern des Globalen Südens als auch die Arbeit und der Fortbestand der KinderKulturKarawane unterstützt. Die Gruppen kommen dabei unter anderem aus Ländern, wie Indien, Südafrika oder Peru, die besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen sind.

Die KinderKulturKarawane plant, sofern die Situation es zulässt, ab dem zweiten Halbjahr 2021 wieder eine Einreise der Gruppen und direkte Begegnungen zu ermöglichen. Projektorganisatorin Teresa Krohn dazu: »Die digitalen Formate sind derzeit eine einfache Möglichkeit, um die Gruppen und ihre Arbeit kennenzulernen und einen ersten Kontakt zu ihnen aufzubauen. Gerade in dieser schwierigen Zeit sind wir froh, internationale Begegnungen für Jugendliche zu ermöglichen. Wir freuen uns aber natürlich besonders wieder auf baldige direkte Begegnungen!«.

Ausführliche Informationen zu den digitalen Formaten und zum Projekt unter: www.kinderkulturkarawane.de

Video zu den digitalen Formaten und den Gruppen 2021:
https://youtu.be/m3a0d-G-JLo

Über die KinderKulturKarawane

Seit mehr als 20 Jahren lädt die KinderKulturKarawane junge Künstler*innen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nach Deutschland ein. Die Gruppen stellen ihre künstlerischen Produktionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Zirkus in Schulen, Jugend- und Kulturzentren und auf Festivals vor. Außerdem geben sie Workshops in denen sie künstlerische Methoden vermitteln. Die jungen Künstler*innen thematisieren in ihren Produktionen ihre Kultur sowie persönliche Erfahrungen und Probleme, die das Leben an ihrem Wohnort bestimmen. In ihren Projekten gewinnen sie über die künstlerische Arbeit neue Perspektiven und Selbstbewusstsein, um ihre Zukunft selbst zu gestalten. Alle Performances, die die Gruppen mitbringen, stehen im Zusammenhang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen.

Seit dem Start der KinderKulturKarawane haben bislang 953 junge Künstler*innen aus 59 verschiedenen Projekten Theater, traditionellen und modernen Tanz, traditionelle und moderne Musik, Zirkus und Crossover-Produktionen präsentiert. Mehr als 4000 Aufführungen und Workshops haben die Gruppen absolviert und jährlich etwa 80.000 Menschen erreicht.

Seit 2015 findet zudem mit zwei Gruppen jährlich das Projekt CREACTIV für Klimagerechtigkeit statt, bei dem sich die Gruppen mit Schüler*innen aus Deutschland jeweils eine Woche lang künstlerisch mit den Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit beschäftigen. Außerdem reisen noch bis Ende 2021 einige der Gruppen im Rahmen des Projekts Culpeer4Change in sechs europäische Länder.

Projektträger ist das Hamburger Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH. Unterstützt und gefördert wird die KinderKulturKarawane durch Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Engagement Global), des Bundesministeriums für Bildung Forschung (Kultur macht stark), des Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst (Brot für die Welt) und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE).

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