Ansicht von oben: Das geplante Gründerzentrum (l.) – einschließlich Desy Innovation Factory – am Vorhornweg liegt rund zwei Kilometer vom Desy-Hauptgelände mit Campus entfernt. Foto: Desy

TecHHub: Am Nordwestrand des Volksparks entsteht für 35 Millionen Euro ein Ort für junge Forschungsunternehmen

Ch. v. Savigny, Lurup/Bahrenfeld

Mit einem neuen Zentrum für Start-ups und junge Forschungsunternehmen will Hamburg seinen Ruf als Wissenschaftsstandort festigen: Unmittelbar neben der Desy Innovation Factory II am Vorhornweg (siehe Infotext) entsteht im Laufe der nächsten Jahre das TecHHub – ein Gründerzentrum, das sich unter anderem an die Absolventen der künftigen Science City Bahrenfeld und an junge, technologieorientierte Unternehmen wendet. Als Baukosten werden rund 35 Millionen Euro veranschlagt, die die Stadt Hamburg aus dem im Zuge der Coronakrise aufgelegten Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP) finanziert.

TecHHub soll zeitgleich mit der
Innovation Factory fertig werden

Das TecHHub soll zeitgleich mit der Desy Innovation Factory im Jahr 2025 fertig werden. Weil aber offenbar viele potenzielle Nutzer bereits jetzt in den Startlöchern stehen, will die Stadt als Übergangslösung Container aufstellen. Im Frühjahr 2022 könnte das „TecHHub-Village“ dann bezogen werden.

Es geht hier um junge Talente, denen wir in Hamburg das beste Umfeld bieten wollen – und zwar so schnell wie möglich
Michael Westhagemann,
Senator für Wirtschaft
und Innovation

„Es geht hier um junge Talente, denen wir in Hamburg das beste Umfeld bieten wollen – und zwar so schnell wie möglich“, sagt Wirtschafts- und Innovationssenator Michael Westhagemann. „Deshalb wollen wir den Überholgang einlegen und arbeiten gemeinsam mit dem Desy und der Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft schon jetzt an der Idee einer kurzfristigen Containerlösung.“

Kurzfristige Containerlösung
auf rund 1.400 Quadratmetern

Auf rund 1.400 Quadratmetern bietet das – voraussichtlich zweigeschossige – TecHHub-Village Platz für 40 Labore. Hinzu kommen Büros, ein Community Center mit Besprechungsräumen sowie Platz für Veranstaltungen. Ein wesentliches Element soll das sogenannte Fabrication Laboratory (FabLab) werden: Am 3D-Drucker und an anderen computergesteuerten Maschinen lassen sich dort Kunststoffe, Holz und andere Materialien präzise verarbeiten. Das FabLab soll eine Art offene Werkstatt werden, die sich auch an Schulen und Vereine wendet.

Das endgültige TecHHub ist mit rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche noch einmal deutlich größer geplant. Ein großer Anteil davon (60 Prozent) ist für die Laborarbeit vorgesehen. Weiterhin angedacht sind flexibel einteilbare Mietflächen mit Büros, Open-Space-Arbeitsplätzen, sowie Veranstaltungsflächen.

Zentrum neben „Desy Innovation Factory“

Unmittelbar neben dem TecHHub baut das Desy bis 2025 ihre „Desy Innovation Factory II“ – das Gebäude mit der Ziffer „I“ steht auf dem Desy-Campus in Bahrenfeld. Auch die „Innovation Factory“, das Technologie- und Gründerzentrum, wendet sich an junge Forscher, Berufsgründer und Start-ups. „Im Grunde bauen wir ein Zentrum in zwei Gebäuden“, sagt Desy-Sprecherin Maike Bierbaum. Während sich der Standort Bahrenfeld an Berufsanfänger richte, die noch keine eigene Ausrüstung mitbrächten, sei Lurup sozusagen für die „Fortgeschrittenen“ gedacht. „Diese sollten in der Lage sein, die Räume nach ihrem eigenen Bedarf zu gestalten und einzurichten“, so Bierbaum. Schwerpunktmäßig könne am Vorhornweg in den Bereichen Laser- und Sensortechnologie geforscht werden. Das „TecHHub“ schließlich wende sich an Firmen mit „richtig viel“ Platzbedarf. „Wir sprechen hier von 500 Quadratmetern oder mehr“, erklärt Bierbaum. CVS

 

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