Nichts los auf der Sportanlage Furtweg: Keine Spiele, aber Klassenerhalt für den SV Eidelstedt. Foto: ms

Von Mateo Schneider. Noch fehlt der formale Beschluss des Verbandspräsidiums, aber das Votum der am vergangenen Wochenende an der Videokonferenz des Hamburger Fußball-Verbandes beteiligten Klubs war deutlich: 76 Vereine stimmten für den Abbruch der aktuellen, aber nicht laufenden Saison, 17 dagegen.

Da es weder Auf- noch Absteiger geben wird, soll mit der derzeitigen Staffeleinteilung dann vom 1. Juli 2021 an die Spielzeit 2021/22 gestartet werden. Die Pokalrunden der Männer, Frauen und im Jugendbereich sollen dagegen noch ausgetragen werden. Sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, soll ein vom Verband organisierter „Pflicht-Freundschaftsspielbetrieb“ ausgetragen werden. Soll heißen: Alle können, niemand muss mitmachen.

Bei Komet Blankenese begrüßen sie den Abbruch
„Eine Entscheidung in unserem Sinne, das war die fairste Lösung“, kommentiert Peter Cohrs. Der heute 71-jährige hat als Spieler, Trainer und Manager jahrzehntelang den Fußball im heutigen SV Eidelstedt geprägt. Wohl wahr, denn den Eidelstedtern hat der Corona-Virus bereits zum zweiten Mal innerhalb eines knappen halben Jahres zum Klassenerhalt in der Bezirksliga West verholfen.

Für den nach einem jahrelangen Niedergang gebeutelten SV Eidelstedt eine Punktlandung. „Wir haben die dritte Chance, um in der Bezirksliga zu bleiben. Gleichzeitig die Chance auf einen Neuanfang“, so Cohrs. Der soll nun mit neuem Konzept und enger Verzahnung mit der Jugendabteilung angegangen werden.

Dass auch Volker Tausend den Beschluss „für eine angesichts aller irrelevanten Prognosen über die weitere Infektionsentwicklung grundsätzliche und gute Entscheidung“ hält, überrascht ein wenig. Schließlich stand die aufstiegsambitionierte Ligamannschaft Komet Blankeneses bei Saisonabbruch an erster Stelle der Bezirksliga West. Das ändert aber nichts an der Meinung des Fußballabteilungsleiters. „Die Entscheidung ist vernünftig. Der Aufstieg war und ist zwar unser Ehrgeiz, aber er wäre nach nur einer halben Saison oder noch weniger Spielen immer mit einem Makel behaftet gewesen.“

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