Wer glaubt, mit einem Trickbetrüger konfrontiert zu sein, sollte auch im Zweifelsfall die Polizei anrufen. Foto: da

Falscher Polizist wollte angeblich Geld von älterer Dame in Sicherheit bringen – Warnung vor vermehrtem Trickbetrug

 

Heinrich Sierke/LKA, Lurup

Eine 79-jährige Luruperin wurde kürzlich von einem angeblichen Polizeibeamten des Polizeikommissariats 25 angerufen. Am Ende des Abends war die Seniorin um 23.000 Euro betrogen worden.

Doch zunächst sagte der angebliche Polizist der Seniorin, dass im Umfeld ihrer Wohnung eine „Gang“ unterwegs sei und einen Einbruch plane. Der Anrufer ging äußerst geschickt vor: Er fragte die ältere Dame, ob sie Wertsachen und Geld im Hause hätte und konnte sie im Verlauf des Gesprächs davon überzeugen, dass ihre Wertsachen in dieser Nacht zuhause nicht sicher seien. Ein Kollege in Zivil würde diese daher abholen, um sie über Nacht zu sichern. Die Dame übergab dem Betrüger schließlich fast 23.000 Euro. Der angebliche Polizist sagte ihr, dass sie das Geld am nächsten Tag beim Polizeikommissariat 25 wiederbekommen werde. Erst am nächsten Tag, als die Dame das Geld abholen wollte, flog der Schwindel auf.

Die geschulten Täter gehen äußerst geschickt vor

Jeder der von einem solchen Fall hört sagt spontan: „Das könnte mir nicht passieren!“ Trotzdem kommen Fälle wie dieser immer wieder vor, und in der letzten Zeit wieder vermehrt. Die Täter sind geschult und gehen äußerst geschickt vor. Immer wieder entstehen dabei massive, zum Teil existenzbedrohende Schäden. Die Anrufer geben vor, Polizeibeamte zu sein oder ein Verwandter, zum Beispiel der Enkel, der sich in einer Notlage befinde und dringend Geld benötige. Ältere Mitbürger werden am Telefon überrumpelt oder in lange Telefonate verwickelt, bis die Täter ihr Ziel erreicht haben. Oft werden Geld oder Wertsachen übergeben, obwohl die Geschädigten dabei ein mulmiges Gefühl haben.

Die Polizei rät daher: „Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.“ Man sollte beim geringsten Zweifel auflegen, die Polizei unter ( 110 oder die örtliche Polizeidienststelle anrufen. „Nutzen Sie dabei nicht die Rückruffunktion ihres Telefons und vergewissern Sie sich, dass Sie zuvor wirklich das Gespräch beendet haben“, so der Fachstab Kriminalprävention des Landeskriminalamts Hamburg.

Weiter betonen die Experten: „Sprechen Sie nicht über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Die Polizei wird derartiges niemals von Ihnen verlangen.“ Abschließende rät die Polizei: „Lassen Sie sich auch bei einem angeblichen Notfall nicht in Zeitdruck bringen.“

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