Groß-Sand ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung er Menschen auf der Elbinsel. Foto: georghh/wikimedia

Sondersitzung des Gesundheitsausschusses der Bürgerschaft zum Thema Groß-Sand am 5. Februar wird per Livestream übertragen

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg. Die Hängepartie geht weiter. Das Erzbistum Hamburg hat nach wie vor keinen neuen Träger für das Krankenhaus Groß-Sand gefunden. Am Freitag, 5. Februar, beschäftigt sich der Gesundheitsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft auf einer Sondersitzung mit dem Thema Groß-Sand. Die Sitzung wird ab 15 Uhr per Livestream auf der Website der Bürgerschaft übertragen.
Momentan verhandelt das Erzbistum noch mit „mehreren Interessenten“, wie Manfred Nielen, Sprecher des Erzbistums, mitteilt. Bleibt Groß-Sand weiterhin das Stadtteilkrankenhaus für die Elbinsel? „Garantien können im Krankenhauswesen wohl schwerlich abgegeben werden“, so Nielen, der bekräftigt, dass das Erzbistum an der Sondersitzung am 5. Februar teilnimmt.
Dann sind vom Erzbistum Antworten gefordert. „Bis heute ist unklar, wie es um den Standort wirklich bestellt ist“, sagt Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Nach Angaben von Manfred Nielen hat das Erzbistum die Sozialbehörde und die Krankenkassenverbände regelmäßig über Verhandlungen mit möglichen Trägern informiert.
„Der Erhalt einer stationären Grundversorgung in Wilhelmsburg hat für uns weiterhin höchste Priorität“, erklärt Linus Jünemann, Gesundheitsexperte der Grünen-Fraktion. „Es braucht einen klaren Zukunftsplan für den Standort Groß-Sand. Die politische Unterstützung seitens der rot-grünen Koalition gibt es dafür.“
Auch die Initiative „Krankenhaus Groß-Sand bleibt!“ darf auf der Sondersitzung ihre Standpunkte vortragen. Deren Hauptforderung: Der neue Träger muss Groß-Sand als allgemeines Krankenhaus der Grund- und Notfallversorgung erhalten.

Hintergrund
Hohe Pensionsversprechen, alte Bausubstanz und wenige Privatpatienten im Stadtteil haben das 200-Betten-Haus – wie viele andere kleinere Häuser – unrentabel gemacht. Deshalb möchte das finanziell klamme Erzbistum Hamburg, Eigentümer der katholischen Klinik, Groß-Sand verkaufen.
Sozialbehörde, Erzbistum Hamburg, Krankenkassenverbände, die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg und der Bezirk-Mitte versuchen, gemeinsam eine für den Stadtteil verträgliche Lösung zu finden. Die Stadt hat finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.
Eine Übernahme von Groß-Sand durch das Universitätsklinikum Eppendorf, ein Vorschlag der Linken, wurde von SPD und Grünen abgelehnt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here