Der Wilhelmsburger Metin Hakverdi (SPD) vertritt den Wahlkreis Harburg/Bergedorf, zu dem auch Wilhelmsburg gehört, im Bundestag. Foto: pr

Drei Fragen zum Krankenhaus Groß-Sand
an den Wilhelmsburger Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi (SPD)

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg. Über die Zukunft des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand wird heftig diskutiert. Das Erzbistum hat bislang keinen neuen Träger präsentiert. Welche Chancen für den Erhalt der Klinik sieht der Wilhelmsburger Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi (SPD)?

– Wie kann Groß-Sand als Stadtteilkrankenhaus für Wilhelmsburg erhalten bleiben?
Es ist notwendig, dass ein neuer Betreiber an den Standort glaubt und dort auch investiert. Findet sich so ein neuer Betreiber, würde ich großzügige finanzielle öffentliche Unterstützung für solche Investitionen befürworten.

– Was spricht gegen eine Übernahme Groß-Sands durch das Universitätsklinikum Eppendorf?
Das hängt von den konkreten Plänen ab. Für uns Menschen in Wilhelmsburg ist wichtig, dass Groß-Sand als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung erhalten bleibt und dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitgenommen werden.

– Sollten Krankenhäuser wieder verstärkt in kommunale Hände überführt werden?
Ja. Gesundheit ist keine Ware. Das wissen wir nicht erst seit der Corona-Pandemie. Die grundsätzliche Entscheidung, mit Krankenhäusern Gewinn und Rendite zu erzielen, ist falsch und muss korrigiert werden

2 KOMMENTARE

  1. Ja, bereits Rudolf Virchow (vor 200 Jahren geboren) beobachtete und kommentierte die Entwicklung in Deutschland mit folgenden Worten: „Das erste Erfordernis einer guten Krankenanstalt ist demnach, dass sie so eingerichtet sei, dass das Wohl der Kranken in jeder Weise gefördert wird. Es darf also gar nicht in Frage kommen, wieviel Geld eine solche Anstalt kostet. Entweder erkennt man die Verpflichtung der Gesamtheit, des Staates [Der Kirche? *] und der Gesundheit an, und dann muss Geld geschaffen werden, oder man erkennt sie nicht an, aber dann sage man nicht erst, dass eine öffentliche Gesundheitspflege existiert. “ Eher noch tröstete Aussichten für die Bürger auf der Veddel oder In Wilhelmsburg, peinlich, wenn Kirchenobere da schon wieder ihre Finger im Spiel haben. (Für Sandkastenspiele (Kopf in den Sand) sollten die Verantwortlichen ihrer Schaufeln und Eimer entledigt werden, bis sie aufgehört haben, ihre schmutzigen Schuhe auf fremden Fluren abzustellen oder gar „Krankenstuben“ zu betreten.Mein persönlicher Tipp: Barfusslaufen üben im Barfusspark in der Lüneburger Heide… Wer das bei derzeitigen Temperaturen schafft, schafft es dann vielleicht auch müheloser mit wacheren Kopf durchs Leben und über Klinikflure zu schreiten oder schweben. In öffentlichen oder geheimen Onlinekonferenzen scheint ohnehin niemand auf die FÜßE der Teilnehmer zu achten….(Auf verbale Fusstritte für die Seelen von kranken oder pflegebedürftigen (hilflosen Menschen ) die ihr Leben als vermutlich als besonders fragil erleben, sollten ranghohe Persönlichkeiten ohnehin verzichten – ebenso ihre Stellvertreter.. und Pressesprecher…. Was heute gelogen wird, übertrifft vermutlich bei weitem die Zustände in den „KRANKENANSTALTEN“ zu Zeiten, in denen der berühmte Arzt Rudolf Virchow lebte. Ich kann mir immer noch nicht erklären, (vermutlich geht es vielen Hamburgern so), das Sparzwänge und Peronalkosten wichtigere Themen sein sollen als eine Gemeinschaftlich angestrebte Reform auf allen Ebenen ….mit Auswirkungen auf alle Lebensbereiche …Was gibt es Wichtigeres als Gesundheit und das Leben Vieler zu bewahren? (statt Bankkonten, Wertpapierdepots oder das Immobilienvermögen der Kirchen)?

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