Entspricht dem Gerechtigkeitsgefühl der meisten Menschen: Die Maklercourtage kann nicht mehr nur dem Käufer aufgebürdert werden. Foto: Wikipedia
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Gaby Pöpleu, Hamburg. So ein Jahr wie das Corona-Jahr 2020 wollen wohl die meisten nicht nochmal erleben: Kranke, Tote, Lockdown, Kurzarbeit, finanzieller Ruin für viele. Die wichtigste Nachricht des Jahres ist daher klar: Demnächst starten in Deutschland Impfungen gegen das Virus. Was im kommenden Jahr außerdem auf jeden Fall anders wird:
> Kindergeld: Ab 1. Januar tritt die zweite St> Mindestlohn: Er steigt von 9,35 zum 1. Januar auf 9,50 Euro pro Stunde, zum 1. Juli auf 9,60 Euro. Aber Achtung: Er gilt nicht für Lehrlinge, Behinderte und Minderjährige. Immerhin: Azubis bekommen dann mindestens 550 Euro pro Monat.
> Soli: Der Solidaritätszuschlag wird 2021 für fast alle Steuerzahler abgeschafft. Nur Gutverdiener, die mehr als 73.000 Euro im Jahr verdienen (das sind nur zehn Prozent der Steuerzahler), müssen noch solidarisch sein und ihn zahlen, wer bis zu 109.000 Euro im Jahr verdient, zahlt ihn teilweise. Außerdem steigt der Einkommensgrundfreibetrag, auf den man keine Steuern zahlen muss, von 9.408 auf 9.744 Euro.
> Plastik: Bestimmte Wegwerfartikel aus Plastik werden ab 3. Juli von der EU verboten. Das betrifft zum Beispiel die Standard-Plastiktüte an der Supermarktkasse (darf schon jetzt nicht mehr kostenlos abgegeben werden), Einweggeschirr und -besteck, Trinkhalme und Wattestäbchen.
> Grundrente: Nach zähen Verhandlungen zwischen CDU und SPD kommt ab 1. Januar eine Grundrente. Ein Kompromiss. Das heißt: Den vollen Zuschlag auf die Rente bekommt nur, wer 35 Jahre gearbeitet hat, bei 33 Jahren gibt es nur einen verminderten Zuschlag. Dauer-Minijobber bekommen nichts.
> Krankmeldung: Der „gelbe Schein“ steht vor dem Aus: Ab 2021 schickt der Arzt eines Arbeitnehmers eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf elektronischem Weg direkt zur Krankenkasse. Dort kann der Arbeitgeber abrufen, wielange sein
Mitarbieter krankgeschrieben ist.
> Pflegende Berufe: Corona brachte es an den Tag, wie wichtig Krankenschwestern und Altenpfleger sind. Wer in der Pflege arbeitet, soll deshalb durch Zulagen bis zu zehn Prozent mehr Gehalt bekommen.
> Hauskauf: In Hamburg musste bisher immer der Käufer den Makler bezahlen, egal wer den Vermittler beauftragt hatte. Das wird jetzt anders. Das so genannte „Bestellerprinzip“ – in vielen Bundesländern gilt es schon länger – wird jetzt auch in Hamburg angewendet: Wer den Makler bauftragt, zahlt auch Courtage, zumindest zur Hälfte.
> Autofahren: Die CO²-Steuer auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas gilt ab Januar in Deutschland und macht das Autofahren teurer. Allgemein gilt: Jeder, der Waren oder Dienstleistungen anbietet und dafür CO² produziert, muss die Klimakiller-Steuer zahlen.
> Verkehr: Der CO²-Aufschlag wird bei der Kraftfahrzeugsteuer für Neuwagen stärker gewichtet. Das heißt: Für CO²-Schleudern mit viel PS zahlen Autofahrer drauf. Für Motorräder gilt ab Januar die Abgasnorm 5. Bei Unfällen: Wer Verstorbene fotografiert, wird härter bestraft. Und falls man mal wieder ins Ausland in die Ferien fahren kann: Österreich hebt die Mautgebühren an. ufe der Kindergelderhöhung in Kraft, wie sie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen war. Dann gibt es für das erste und zweite Kind 219 (statt bisher 204) Euro, für das dritte Kind 225 und für jedes weitere Kind 250 Euro aufs Konto. Ob sich damit Hege und Pflege des oft anspruchsvollen Nachwuchses finanzieren lässt, bleibt indes zweifelhaft.
> Geld vom Staat: Auch wer auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Grundsicherung oder Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt ab Januar mehr Geld.

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