Heidegret Bockard-Willems und andere ehrenamtliche Helfer des DRK Harburg freuen sich über Gespräche am Telefon. Foto: DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e. V.
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Siegmund Borstel/DRK, Harburg. Senioren- und Stadtteiltreffs sind wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geschlossen. Viele Besucher leiden jetzt darunter, auf die gewohnten persönlichen Kontakte und den Klönschnack mit anderen verzichten zu müssen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das DRK Harburg die Aktion „Bei Anruf Gespräch“ gestartet. Ehrenamtliche Helfer aus Senioren- und Stadtteiltreffs des Harburger DRK laden zum Klönschnack über‘s Telefon ein – an fünf Tagen in der Woche, montags bis freitags von 13.30 bis 16.30 Uhr. Heidegret Bockard-Willems gehört zu denen, die nun einmal in der Woche Anrufe entgegennehmen, statt wie in gewöhnlichen Zeiten gemütlich bei einer Tasse Kaffee mit den Besuchern im Treff zusammenzusitzen und zu klönen. „Ich bin gerne für andere Menschen da – und das geht vorerst leider nur telefonisch“, sagt die Harburgerin, die sich im DRK-Seniorentreff Hermann-Maul-Straße engagiert. „Rufen Sie mich und meine Kolleginnen gerne an“, fordert sie besonders die älteren Bürger auf – auch solche, die die DRK-Treffs zuvor nicht besucht haben.

Auch ein Gespräch am Telefon hilft in diesen außergewöhnlichen Zeiten
Isabelle Nakhdjavani-Brauner
DRK Harburg

„Mit diesem Angebot möchten wir in Kontakt bleiben mit den Besuchern, die die Begegnung und den Austausch hier sehr vermissen, aber auch sonst jedem, der das Bedürfnis hat, die Möglichkeit zu einem Gespräch bieten“, sagt Isabelle Nakhdjavani-Brauner, die beim Harburger Roten Kreuz die Angebote der Senioren- und Stadtteiltreffs koordiniert. „Eine Telefon-Hotline kann das persönliche Beisammensein auf Dauer natürlich nicht ersetzen. Aber auch ein Gespräch am Telefon hilft in dieser außergewöhnlichen Zeit, von der wir alle hoffen, dass sie bald überstanden ist.“
Ältere Menschen zählen zu den Risikogruppen, die bei einer Ansteckung mit dem Covid-19-Virus gesundheitlich besonders gefährdet sind. Gleichzeitig leiden vor allem Alleinlebende stark unter den geltenden Kontaktbeschränkungen, die sie vor einer Erkrankung schützen. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Besucher hat für uns höchste Priorität“, betont DRK-Mitarbeiterin Isabelle Nakhdjavani-Brauner. Wann die Treffs wieder geöffnet werden können, hängt von der Pandemie-Entwicklung und den Beschlüssen der Stadt Hamburg ab.
Die Telefon-Hotline des DRK Harburg ist montags bis freitags von 13.30 bis 16.30 Uhr zu erreichen unter
Tel 76 75 14 71 (Seniorentreff Hermann-Maul-Straße) und
Tel 76 75 23 69 (Stadtteiltreff Eddelbüttelstraße).

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