Seit dem ersten Spatenstich für den Nachbarschaftsgarten dabei – heute aber mit Mund-Nasen-Schutz (v. l.): Janine Maimanakos, Thomas Sommer und Sonja Gerlich vor dem Bohrgerät des Brunnenbauers. Foto: wit
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Gelände am Striepenweg kann bislang nur befristet als Nachbarschaftsgarten genutzt werden – mehr Planungssicherheit gefordert

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Der Nachbarschaftsgarten zwischen S-Bahn Neugraben und Striepenweg wächst und gedeiht. Aber wie lange noch? Das städtische Gelände ist als Gewerbefläche ausgewiesen. Wird es benötigt, müssten die inzwischen 40 Gartenfreunde das Gelände aufgeben. Der Nutzungsvertrag ist immer nur auf ein Jahr befristet. Das soll sich ändern. SPD-Politikerin Beate Pohlmann setzt sich dafür ein, den Nutzungsvertrag auf fünf Jahre zu verlängern. „Wir hoffen sehr auf eine längerfristige Planungssicherheit für unser gemeinsames Projekt und unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten“, sagt Peter Schmidt, Vorsitzender des Stadtteilvereins Neuwiedenthal. Im Oktober vor zwei Jahren war der erste Spatenstich für den Nachbarschaftsgarten Neuwiedenthal. Seither hat sich auf der früheren „Zirkuswiese“ zwischen Striepenweg (rechts des P+R-Hauses) und S-Bahn viel verändert: Obstbäume und Beerensträucher wurden gepflanzt, Beete, Hochbeete, Staketenzäune aus Kastaninenholz, ein Geräteschuppen und auch ein Bienenstock kamen dazu.
Gerade entsteht zur Wasserversorgung des Nachbarschaftsgartens ein Brunnen. Dreieinhalb Stunden hat Brunnenbauer Peter Schnackenberg aus dem niedersächsischen Ahrenswohlde gebohrt, bis er in 5,10 Meter Tiefe auf Grundwasser stieß. Das Geld für Bohrung und Brunnen stammt laut Stadtteilverein Neuwiedenthal, unter dessen Dach der Nachbarschaftsgarten arbeitet, noch aus Stadtteilentwicklungsmitteln.
Wie die Chancen für einen längerfristigen Nutzungsvertrag stehen, ist unklar. „Es ist wünschenswert, dass der Garten weiterhin ein lebendiger Ort der Begegnung bleibt“, sagt Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser. Claas Ricker, Sprecher der Finanzbehörde, verweist darauf, dass dieses Thema derzeit zwischen Bezirk und Finanzbehörde abgestimmt wird.

Mitmachen
Rund 40 Aktive gehören zum vor zwei aus dem Stadtteil heraus gegründeten Projekt Stadtteilgarten Neuwiedenthal. Jeder, der Lust und Interesse an Natur, Pflanzen und Gemeinschaft hat, kann sich gerne per E-Mail an nana-garten@
mail.de melden und mitmachen.

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