Beate Reinhold von der St. Simeon-Gemeinde hat ihr Büro vorerst dort eingerichtet, wo im Sommer Eis verkauft wird.
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Von Gaby Pöpleu, Osdorf

Normalerweise wird hier Eis verkauft. Doch dafür ist jetzt keine Saison. In dem alten Bauernhaus am Rugenbarg 10, in dem sonst die Mitarbeiter des Eiscafés „Eiskalte Schnauze“ Erdbeer- und Schokobecher verkaufen, bietet seit Mitte November Beate Reinhold für die Kirchengemeinde St. Simeon Kontakt und Beratung für ältere Menschen – bis die Eissaison Mitte März wieder beginnt.
„Ich gehöre ja selbst zu meiner Zielgruppe“, lacht die resolute Reinhold. Und man kann sich gut vorstellen, dass sie verbindlich und konkret viel für die Osdorfer Senioren erreicht. Schon jetzt ist im „Findbüro“ – so nennt sich die Einrichtung in Anlehnung an ein „Fundbüro“ – ordentlich ‚was los: Während unseres Gespräches geben sich mehrere Besucher die Klinke in die Hand, Beate Reinholds Aufmerksamkeit wird ihnen immer zuteil. Und was wollen die Besucher? Die meisten möchten mehr Gesellschaft, mit anderen spazierengehen, vielen einfach nur mal reden oder wissen, wohin sie sich mit einem Problem wenden können. „Das können wir alles bieten oder organisieren“, sagt Reinhold.
Die Gemeindepädagogin aus St. Simeon öffnet ihr Büro dienstags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 13 Uhr für Osdorfer Senioren. Auch während der Corona-Einschränkungen. „Wir halten uns aber ganz streng an die Hygienevorgaben“, betont sie. Denn gerade jetzt, wo viele andere Einrichtungen zum Beispiel beim Bezirksamt Altona keinen Publikumsverkehr zulassen, sei ein Ansprechpartner mit offener Tür für die Menschen wichtig.
Zu Reinholds Arbeit gehört auch das „Netzwerken“ im Hintergrund, Kontakte knüpfen, mit den Vertretern anderer Einrichtungen Kontakt halten. „Das Ziel ist, dass wir uns hier im Stadtteil begegnen, Gesellschaft und Gemeinschaft bieten, damit ein selbstbestimmtes Älterwerden möglich ist.“ Und das ausdrücklich nicht nur für Gemeindemitglieder. „Alle Osdorfer sind willkommen“, sagt Reinhold.
Und wie geht‘s weiter, wenn die Eisdiele wieder aufmacht? „Wir suchen ein Ladengeschäft, möglichst zentral am Rugenbarg, möglichst barrierefrei, in das wir dann umziehen könnten“, sagt Reinhold. Für die Kosten kommt die Kirchengemeinde auf. Über Angebote freut sich Beate Reinhold unter Telefon 0170 675 32 12.

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