Weihnachten während der Corona-Pandemie: Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Foto: Panthermedia
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Corona-Einschränkungen weiter verschärft –
Lockerungen zwischen 20. Dezember und 1. Januar

Olaf Zimmermann, Hamburg

Der Lockdown wirkt. Die Corona-Infektionszahlen steigen weniger stark an. „Das Infektionsgeschehen in Hamburg hat deutlich an Dynamik verloren“, teilt der Senat mit. Damit das auch in den Wochen vor und nach Weihnachten so bleibt, wurden die ursprünglich bis 20. Dezember verschärften Regeln bis zum 10. Januar verlängert.

– Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen; Kinder bis zum 14. Lebensjahr nicht mitgerechnet.
– In allen öffentlichen Gebäuden sowie auf der Arbeit gilt in geschlossenen Räumen eine Maskenpflicht. Die Masken dürfen nur abgenommen werden, wenn man den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten kann und dauerhaft sitzt.
– In Geschäften wird die Anzahl der Kunden begrenzt. Pro zehn Quadratmeter Fläche darf sich nur eine Person aufhalten.
Für die Zeit vor und nach Weihnachten werden die Einschränkungen etwas gelockert. Zwischen dem 20. Dezember und dem 1. Januar gilt:
– Es dürfen sich maximal zehn Personen aus vier Haushalten treffen. Ausnahmen bestehen für Kinder und Familien.
– Am 31. Dezember ist Silvesterböllern grundsätzlich erlaubt, aber in einige Bereichen Hamburgs verboten: etwa an den Landungsbrücken, am Jungfernstieg, an der die Binnenalster, dem Rathausmarkt, auf der Reeperbahn und dem Alma-Wartenberg-Platz.
Neu: In den Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH) in Altona (Stresemannstraße 54) und Farmsen können sich bis auf Weiteres nur noch Patienten mit Erkältungssymptomen behandeln und bei Verdacht auf Corona testen und behandeln lassen. In den KVH-Notfallpraxen am UKE und am AK Harburg werden nur noch Menschen ohne Erkältungssymptome behandelt. Wer Erkältungssymptome, aber keinen Arzt hat, kann über die Hotline 116117 oder über die Webseite 116117.de einen Termin zur Infektsprechstunde in einer Hamburger Arztpraxis buchen.
Schulen sollen bundesweit weiterhin möglichst lange geöffnet bleiben. Das Recht auf Bildung kollidiert mit dem Recht auf Gesundheitsschutz. Erst bei einem Inzidenwert von über 200 (Coronafällen pro 100.000 Einwohner) soll ein Umschalten auf Wechselunterricht (Unterricht in Gruppen abwechselnd in der Schule und zu Hause) möglich sein. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Wechselunterricht dagegen bereits ab einem Inzidenzwert von 50.

 

Hamburger Corona-Zahlen

Erstmals seit fünf Wochen ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Hamburg auf unter 100 (Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner) gefallen. Am Dienstag lag er bei 95,7.

An jedem Werktag werden in Hamburg rund 15.300 Tests durchgeführt. Jeder 20. Test ist positiv (5,3 Prozent).

In Kalenderwoche 48 registrierten die Gesundheitsämter 1.622 Corona-Infektionen. Die Infektionsquelle konnte in 489 Fällen ermittelt werden.

Die Zahl der an Corona Verstorbenen kletterte am Montag laut Hamburger Statistik von einem auf den anderen Tag um 59. Zuvor war sie wochenlang unverändert. Hintergrund: Das Institut für Rechtsmedizin überträgt seine ermittelten Zahlen nicht mehr täglich, sondern nur noch in größeren Abständen. Laut Robert-Koch-Institut waren bis 1. Dezember in Hamburg 385 Menschen an Corona gestorben.

Seit Ende der Herbstferien haben sich 1.851 Schüler und 436 Schulbeschäftigte mit dem Corona-Virus infiziert (Stand 2. Dezember).

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