Tadeusz Chmielewski (Geschäftsführer E Center Harburg) testet in seinem E Center im Marktkauf-Center den Einsatz von Filteranlagen gegen das Coronavirus. Foto: kreller

Niels Kreller, Harburg. Einkaufen ist in diesen Zeiten nicht immer ein Vergnügen. Die Angst vor der Ansteckung mit dem Coronavirus ist immer dabei. Um für Kunden und Mitarbeiter mehr Sicherheit zu schaffen, geht das neue Edeka E Center im Marktkauf Harburg einen ungewöhnlichen Weg. Probeweise werden im E Center Luftreiniger mit Virenfilter der Firma UlmAIR aufgestellt. Dieser Luftreiniger filtert die Luft nahezu geräuschlos, lässt sie im Raum zirkulieren und soll auch Viren vernichten.
Das Herz des Raumluftreinigers sind fünf nacheinander angeordnete Filter. Diese reinigen Luft, die am Boden aufgefangen, in einer Stunde sechsmal umgewälzt und nach oben wieder ausgestoßen wird. Die sechsfache Luftwechselrate soll Schadstoffe in der Luft minimieren. Nach Herstellerangaben werden 99,9 Prozent der Viren und andere Partikel herausgefiltert. Abends, wenn sich das Gerät abschaltet, werden die im Filter abgelagerten Viren auf 80 Grad erhitzt und regelrecht „verbrannt“.
Außerdem misst der CO2-Sensor die Kohlendoxidkonzentration der Luft. Kommen mehr Menschen zusammen, steigt der CO2-Wert – und der UlmAIR schaltet seine Gebläse und damit die Luftumwälzung eine Stufe höher. „Die Geräte haben wir an unseren stark frequentierten Orten, wie etwa an der Kassenzone oder an den Bedientheken, aufgestellt. Sie ergänzen so unsere bisherigen Präventivmaßnahmen im Markt“, erklärt Tadeusz Chmielewski, Geschäftsführer E Center Harburg.
Ist dies vielleicht auch eine Möglichkeit für die arg gebeutelte Gastronomie, die sich seit Anfang November wieder im Lockdown befindet? „Sicherlich sind die Geräte für große Läden eine gute Sache“, so Sven-Oliver Scharf, Inhaber von Scharfs Restaurant im Harburger Binnenhafen. „Ich müsste aber hier dafür sehr viel Geld in die Hand nehmen – und das gerade in dieser Zeit.“ Solche Filter seien einerseits eine gute und schöne Sache, ob sich die Anschaffung finanziell rechnen würde, bezweifelt Scharf.

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