Der Wolf und sein Opfer (Darsteller: Hermann Book und Christine Ochsenhofer): Das Stück „Ein Schaf fürs Leben“ läuft auch regulär am Jungen SchauSpielHaus.Foto: Oliver Fantitsch
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„ZwischenSpiel“: Junges SchauSpielHaus startet mit neuer Reihe durch

Geht die Schule nicht ins Theater, kommt das Theater eben in die Schule: Mit „ZwischenSpiel“ hat das Junge SchauSpielHaus Hamburg ein neues Format gestartet, das Schülern aller Klassenstufen in Zeiten von Corona ein Theatererlebnis bieten soll, ohne dass diese dafür weite Wege zurücklegen müssen. Das Projekt ist im Oktober angelaufen, etliche Schulen – unter anderem die Max-Brauer-Schule und die Grundschule Mendelssohnstraße – haben bereits Termine vereinbart.

Und so funktioniert „ZwischenSpiel“: Jeweils zwei Ensemblemitglieder des Jungen SchauSpielHauses besuchen während der Unterrichtszeit eine, bisweilen auch zwei Klassen und lesen einen Theatertext vor. Dabei handelt es sich nicht um bis ins Detail geprobte Inszenierungen, sondern um den Versuch, Texte lebendig zu präsentieren und darüber in einen Austausch mit den Schülern zu kommen. Im Anschluss werden die Stücke gemeinsam besprochen („NachSpiel“). Besonders interessierten Klassen bietet das Schauspielhaus in einem zweiten Termin einen theaterpädagogischen Workshop an („TiefGang“). Dort können sich die Schüler selbst als Bühnendarsteller ausprobieren.

Im Jahr 250 bis 300 Schulveranstaltungen

Die Lesungen sind altersentsprechend gestaffelt: Für Zuhörer ab fünf Jahre eignet sich das Stück „Ein Schaf fürs Leben“. Die Geschichte handelt von einem trickreichen Schaf, das den Fängen eines hungrigen Wolfes entkommt. In „Wutschweiger“ (ab acht Jahre) geht es um eine Familie in ständigen Geldsorgen, „Alles nur aus Zuckersand“ (ab zehn Jahre) erzählt vom Leben in der DDR aus der Kinderperspektive. „Malala – Mädchen mit Buch“ (ab zwölf Jahre) behandelt das Leben der 17-jährigen Nobelpreisträgerin Malala aus Afghanistan, die ihren Kampf für gerechte Bildungschancen beinahe mit dem Leben bezahlte. In der Geschichte „Absprung“ (ab 14 Jahre) geht es um zwei pakistanische junge Frauen in London und ihren Weg zum Erwachsenwerden.

Das Junge SchauSpielHaus veranstaltet jährlich 250 bis 300 Schulvorstellungen, die jeweils von bis zu fünf Klassen gleichzeitig besucht werden. Aufgrund der Pandemiebestimmungen läuft dieses Angebot zurzeit stark eingeschränkt – und fällt nach dem beschlossenen „Lockdown“ nun sogar ganz flach. Auch das „ZwischenSpiel“ ist davon betroffen. „Wir hoffen, dass es im Dezember wieder losgehen kann“, sagt Mathias Wendelin, organisatorischer Leiter des Jungen SchauSpielHauses.

>> https://schauspielhaus.de

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