Neben den 650 Verstößen gegen die Maskenpflicht wurden auch 450 Schwarzfahrer entdeckt. Foto: HBW/David Goltz
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Kontrolle in Bahnen und Bussen: 650 von 17.500 Fahrgästen ohne Maske – Stadt sucht Pflegefachkräfte für Antigentests

Der steile Anstieg der Corona-Infektionszahlen scheint vorerst gestoppt zu sein. Die Lage hat sich stabilisiert, aber nicht verbessert. Der Lockdown light wirkt. Lockerungen der Einschränkungen sind vorerst nicht zu erwarten. Die Pandemie wird das Leben in Hamburg noch längere Zeit bestimmen, wie die Absage des für Mai 2021 geplanten Hafengeburtstags zeigt.

Besonders betroffen vom Coronavirus sind in Hamburg auch wieder Seniorenwohnanlagen und Pflegeeinrichtungen. So hat es in einer Heimfelder Einrichtung einen Coronaausbruch mit 90 Infektionen (70 Bewohner, 20 Mitarbeiter) gegeben.

1.604 Corona-Infektionen
hat es seit Ende der Herbstferien an Hamburger Schulen gegeben

Nun sollen in allen Senioreneinrichtungen künftig beim Personal, aber auch bei den Bewohnern, regelmäßig Antigentests durchgeführt werden. Um diese Tests durchzuführen, fehlt es an Personal. Deswegen sucht die Gesundheitsbehörde Pflegefachkräfte, die derzeit nicht im Beruf tätig sind. Die Aufgabe ist befristet, Arbeitszeiten sind flexibel, auch Festanstellungen sind möglich.

Mehr Infos unter Tel. 23 80 87 88, per E-Mail an
hpg@hpg-ev.de oder auf www.pflegereserve.de

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Fachkräfte, die sich vorstellen können, bei der Durchführung von Schnelltests zu unterstützen, werden mit offenen Armen empfangen!“

Die Pflicht, in Bahnen und Bussen Masken zu tragen, wird in Hamburg überwiegend eingehalten. In einer großen Kontrollaktion an den S-Bahnhöfen Altona, Bergedorf, Dammtor und Harburg , dem U-Bahnhof Hoheluftbrücke und den Hafenfähren der HADAG trugen 650 der überprüften 17.500 Fahrgäste keine Maske (knapp vier Prozent).

Schulen sollen weiterhin möglichst lange geöffnet bleiben – bundesweit. Anhänger und Gegner dieser Vorgehensweise haben prominente Unterstützer. Insgesamt sind (Stand Montag) 531 Schüler und 109 Schulbeschäftigte infiziert. Betroffen sind 205 von 472 Schulen. 82 Klassen und 263 Schulbeschäftigte befinden sich in Quarantäne.

Seit Ende der Herbstferien hat es 1.604 Neuinfektionen an Schulen gegeben, davon 1.278 bei Schülern, 326 bei Schulbeschäftigten. Die genauen Infektionszahlen für alle Schulen will die Schulbehörde nicht nennen.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Coronafällen pro 100.000 Einwohner eine Verkleinerung der Lerngruppen und eine Einhaltung des Abstandsgebots auch während des Unterrichts. Die Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 162.

Es gilt weiterhin: Kontakte zu anderen auf ein Minimum reduzieren, Abstands- und Hygieneregeln einhalten, Masken tragen.

 

Anruf beim Wochenblatt

Nicht alle Menschen halten sich an die Corona-Beschränkungen, aber der von einer Harburger Rentnerin (81) geschilderte Fall macht fassungslos und wütend.
„Im Bereich der Schule Maretstraße bin ich auf dem schmalen Bürgersteig ganz rechts gegangen, als mir acht Jugendliche entgegenkamen, alle ohne Maske. Ich habe, um den Abstand anzuzeigen, den linken Arm ausgestreckt, und die Jugendlichen gebeten, mich vorbeizulassen. Die Jugendlichen haben nur gelacht, ein Mädchen hat mir die Zunge rausgesteckt und mich angehustet. Dann sind sie einfach weitergegangen.“

 

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