Manfred P. ist sauer, dass es rund um den Markt immer weniger Behindertenparkplätze gibt. Foto: pr
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Sabine Langner, Harburg. Manfred P. (Name der Redaktion bekannt) leidet an einer unheilbaren Lungenkrankheit. Damit kommt der 75-Jährige einigermaßen klar, aber lange Wege sind nicht mehr drin. Genau deshalb hat er einen Schwerbehindertenausweis und darf mit seinem Auto auf Behindertenparkplätzen stehen. „Dummerweise werden das in Harburgs City immer weniger,“ klagt er. „Bis zum Umbau der Marktfläche am Sand gab es zwei Behindertenparkplätze vor der Bäckerei in der kleinen Stichstraße Sand, einen an der Ecke Neue Straße/Sand und einen oben in der Neuen Straße vor Fielmann.“
Den Parkplatz vor Fielmann gibt es immer noch. Der Parkplatz an der Ecke Neue Straße / Sand musste dem Ausbau des Bürgersteigs weichen. Auch die beiden Parkplätze vor dem Bäcker in der Stichstraße Sand sind weggefallen. Dieser Bereich wurde durch Poller abgesperrt und ist für „normale“ Autofahrer gar nicht mehr zu befahren.
Können Schwerbehinderte ihre Pkw am Sand also gar nicht mehr abstellen? Doch, sagt Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser: „Im Bereich des umgestalteten Marktplatzes mit seinen Anschlussbereichen stehen insgesamt drei barrierefreie Parkplätze zur Verfügung. Dies ist einer mehr als vor der Umgestaltung.“
Tatsächlich gibt es jetzt einen neuen Behindertenparkplatz auf der Parkfläche gegenüber vom Blockhouse und Budnikowsky am Sand. Außerdem zwei weitere direkt vor dem Edeka-Supermarkt auf der Marktfläche.
Das Problem: Diese beiden Plätze sind bis 16 Uhr durch den Markt belegt. Tatsächlich steht solange nur der eine Behindertenparkplatz gegenüber Blockhouse zur Verfügung. „Da muss ich schon großes Glück haben, diesen Parkplatz zu erwischen“, sagt der Harburger Rentner
An Einkaufen auf dem Wochenmarkt, wie er es seit Jahren getan hat, ist für Manfred P. unter diesen Bedingungen kaum zu denken.

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