Corona-Kontrolle auf der Reeperbahn. Foto: Andre Lenthe Fotografie
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Corona-Pandemie: Restaurants und Kneipen, aber auch Museen, Kinos und Theater schließen bis Ende November – Maskenpflicht ab Klasse 5

Olaf Zimmermann, Hamburg

Die Infektionszahlen erreichen neue Rekordhöhen. Wer sich wo mit dem Corona-Virus infiziert hat, lässt sich kaum noch nachvollziehen. Corona-Stationen in den Kliniken füllen sich. Experten warnen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. Um zu verhindern, dass die Corona-Pandemie vollends außer Kontrolle gerät, haben Bund und Länder jetzt drastische Einschränkungen beschlossen. „Wir sind in einer ernsten Lage. Es ist jetzt nicht die Zeit, zu feiern“, warnt Bürgermeister Peter Tschentscher. Bis Ende November gilt:

In der Öffentlichkeit dürfen sich nur Angehörige aus zwei Haushalten treffen, maximal zehn Personen.

Bars, Restaurants und Kneipen müssen schließen (Außer-Haus-Verkauf von Speisen ist möglich), ebenso Freizeiteinrichtungen wie Theater, Museen und Kinos, Fitnessstudios, Saunen und Schwimmbäder. Bücherhallen bleiben geöffnet.

Einen Automatismus für alle Schulen beim Erreichen bestimmter Inzidenzwerte gibt es nicht
Peter Albrecht
Sprecher Schulbehörde

In Mannschaftssportarten werden – außer bei den Profis – Spiel- und Trainingsbetrieb eingestellt.

Der Groß- und Außenhandel darf dagegen unter Auflagen öffnen, auch Wochenmärkte. Frisöre dürfen weiter arbeiten, Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Kitas und Schulen bleiben offen, auch Spielplätze. Das Infektionsgeschehen spiele sich, so der Senat, eher außerhalb der Schulen ab. Dennoch gilt jetzt auch für Schüler ab Klasse 5 Maskenpflicht im Unterricht.

Feste Vorgaben, wann an Schulen Abstandsgebote auch im Unterricht wieder eingeführt, Lerngruppen geteilt und Schüler auch wieder digital unterrichtet werden, fehlen. „Einen Automatismus für alle Schulen beim Erreichen bestimmter Inzidenzwerte gibt es nicht“, sagt Schulbehördensprecher Peter Albrecht.

In Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen Antigen-Tests durchgeführt werden. Infizierte Personen werden so schneller entdeckt, auch Besuche bleiben möglich.

Um eine Pleitewelle unter den zwangsweise geschlossenen Betrieben zu verhindern, sollen bis zu 75 Prozent der Umsatzausfälle (als Basis gilt der Wert von November 2019) erstattet werden.

Infektionen an Schulen

Stand 1. November sind 126 Neu-Infektionen an 69 Schulen gemeldet, davon 96 Schüler sowie 30 Schulbeschäftigte, unter anderem am Helmut-Schmidt-Gymnasium, Lise-Meitner-Gymnasium, an der Nelson-Mandela-Schule, der Schule Elfenwiese, an der Beruflichen Schule Hamburg-Harburg (BS 18), der Schule Grumbrechtstraße, an der Stadtteilschule Eidelstedt, Insgesamt befinden sich 63 Klassen sowie 245 weitere Schulbeschäftigte in Quarantäne. Am 2. November wurde bekannt, dass die Grundschule Tornquiststraße für zwei Wochen nur noch im Notbetrieb geöffnet ist. In drei Klassen wurden Schüler positiv auf das Virus getestet, laut „Morgenpost“ sollen 14 Lehrer in Quarantäne sein.

 

Grundregeln

Ohne strikte Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und des Tragens einer Maske ist eine erfolgreiche Eindämmung der Coronainfektionen nicht möglich. Gerade jetzt im Herbst und in den Wintermonaten ist sehr konsequent auf die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu achten.
Beim Aufenthalt mit mehreren Personen in geschlossenen Räumen unbedingt regelmäßig lüften.

 

Hilfe für Senioren

Hamburgweite Angebote
Hamburg hilft Senioren
Corona Hilfe Telefon
( 428 28 80 00, 7 bis 19 Uhr,

AWO-Hamburg
Telefongespräche und Einkaufsservice für Senioren und Risikopatienten: Hotline ist täglich von 10 bis 18 Uhr erreichbar : (0800 – 284 36 28.

Quarantänehelden Hamburg
Vermittlungsbörse für Hilfesuchende und freiwillige Helfer:( 0800 – 866 55 44 und ( 0800 80 50 850

Freiwilligenbörse Hamburg
ist erreichbar montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr unter ( 411 88 6 90 und S 21 98 72 01
Malteser Hilfsdienst (bundesweit) bietet Einkaufsservice, telefonischer Besuchsdienst und Essenslieferungen bis an die Haustür an. bundesweite Telefon-Hotline ( 0221 – 98 22 95 06, oder online unter: www.malteser.de/corona-hilfe

Harburg
Freiwilligennetzwerk
Harburg, Hölertwiete 5,
( 519 00 09 50,

SoVD Beratungszentrum
Winsener Straße 13
( 77 59 57,

Seniorenbüro Hamburg-Harburg, Rieckhof, Rieckhoffstraße 12, Sprechzeiten: montags bis donnerstags
von 9 bis 13 Uhr unter
( 30 39 95 07

Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Ortsverband Hamburg-Harburg
Kalischerstraße 9, ( 18 01 86 67, E-Mail: ov-harburg@asb-hamburg.de

DRK Kreisverband Hamburg-Harburg, Rote-Kreuz-Straße 2-5 (ehemals Maretstraße 73), ( 766 09 20,
www.drk-harburg.hamburg

Seniorenarbeit Eißendorf Luther-Kirche
Pastor Andree Manhold,
Kirchenhang 21,
( 790 69 98

Seniorenarbeit Bugenhagen-Kirche Rönneburg
Rönneburger Straße 47,
( 763 24 35

Katholische Pfarrei St. Maria – St. Joseph
Museumsplatz 4, ( 77 20 64 und ( 763 38 66

 

Lurup
LuBiene Alltagshilfe
Hilfe für Senioren und deren Angehörige in Lurup
Lüdersring 2c, ( 84 05 63 45

SoVD Beratungszentrum
Luruper Hauptstraße 149
(431 93 50 00

Nachbarschaftshilfe Lurup
im Stadtteilhaus Böv 39
montags 9 bis 15 Uhr, mittwochs 8 bis 17.30 Uhr, donnerstags 9 bis 18 Uhr
Hotline ( 28 05 55 53

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