Foto: Bruno Seddig
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Die Schriftstellerin Katrin Seddig liest am Freitag, den 30. Oktober  2020 aus ihrem neuen Roman „Sicherheitszone“.  Der Abend beginnt um  19 Uhr im Kleinen Michel,  Michaelisstraße 5,  20459 Hamburg, ganz in der Nähe des Ledigenheims.

Hamburg, 2017, kurz vor dem umstrittenen G20-Gipfel. Scheinbar unberührt geht das Leben der Familie Koschmieder seinen Gang, man wohnt in Hamburg-Marienthal, geordnete Verhältnisse. Doch je näher der Gipfel rückt, desto weiter ziehen sich die Risse, die eben noch irgendwo an den Rändern klafften, in die Familie hinein. Die Tochter Imke, engagiert bei der «Jugend gegen G20», denkt immer radikaler, mitgezogen von Freunden. Ihr Bruder Alexander ist Polizist und überzeugt von einer klaren Linie; vielleicht will er auch nur sein geheimes inneres Chaos bändigen. Die Geschwister, die sich eigentlich nahe sind, stehen in der sommerheißen, explosiven Stadt plötzlich auf verschiedenen Seiten. Als die Mutter an einer politischen Kunstaktion teilnimmt, der Vater in ein Gerangel  gerät und Imke ganz unerwartete Erfahrungen mit Gewalt, Ohnmacht und Freundschaft macht, verwischen alle Fronten. Die Situation wird für jeden zur Prüfung.

Katrin Seddigs Familienroman beleuchtet die Ereignisse um den G20-Gipfel – und zeichnet eine erschütterte Gesellschaft, in der alle Gewissheiten ins Wanken geraten. Wer erzählt die richtige Geschichte? Und ist das eigentlich die Frage, auf die es ankommt? Für einen Ausschnitt aus dem damals noch nicht veröffentlichten Roman erhielt Katrin Seddig 2019 den Hamburger Literaturpreis. Und noch ganz frisch: in der zurückliegenden Woche wurde sie mit dem alle 4 Jahre vom Senat vergebenen Hubert – Fichte – Preis ausgezeichnet.

Lesung ist ein weiterer Abend zugunsten des  sozialen und kulturellen Projekts „Das Ledigenheim erhalten!“ in der Hamburger Neustadt.  Dafür haben sich seit  August  2014 immer wieder  Autoren und etliche  Schauspieler in monatlich stattfindenden  Lesungen  engagiert. Katrin Seddig unterstützt das Projekt bereits zum zweiten Mal.  Sie  verzichtet erneut  auf ein Honorar. Die Spenden der Besucher kommen der laufenden Projektarbeit  zugute.

Eine Registrierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf Grund der Corona- Maßgaben zwingend erforderlich. Anmelden können Sie sich per Mail unter: anmeldung@stiftungros.de  oder telefonisch unter Tel: 040 29813888

Nun noch ein Hinweis auf die nächste Lesung fürs Ledigenheim – zu Gast im Kleinen Michel: Die Schriftsteller  Alexander Häusser liest am Freitag, den 27. November  2020 aus seinem  Roman  „Noch alle Zeit“.  Beginn ist um 19 Uhr im Kleinen Michel. Weitere Informationen über das soziale und kukturelle Projekt in der Rehhoffstraße finden sich auf der neuen Website der Stiftung Ros: www.stiftungros.de.

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