So sah die Logo-Crew beim 40. Geburtstag des Ladens aus: Chris August, Inhaber Eberhard Gugel, Niels Hergen und Tini Rudel (v.l.). Foto: cv/Archiv
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Legendärer Musikclub hat coronabedingt seit März geschlossen und sammelt jetzt Spenden

Carsten Vitt, Matthias Greulich, Grindel
Eberhard Gugel fasst die traurige Situation des Logo knapp zusammen. „Rettungsschirm-Programme greifen nicht, unser Erspartes ist fast aufgebraucht. Der Club steht kurz vor der Pleite.“ Aber still und leise die Segel zu streichen kommt für die „Logoisten“ nicht in Frage. „Wir wollen kämpfen!“, so Gugel in seinem Spendenaufruf. 180.000 Euro müssen zusammenkommen, um den legendären Rockschuppen  zu retten – mehr als 59.000 Euro kamen bei der Onlinespendensammlung bis Redaktionsschluss zusammen.
Eberhard Gugel erinnerte sich im Interview mit dem Elbe Wochenblatt zum 40-jährigen Bestehen des Logo an die Siebziger, als er den Flachbau an der Grindelallee das erste Mal betrat: „Das war anfangs ein Res-taurant, um 18 Uhr wurden dann die Gardinen zugezogen und umgebaut. Um 20 Uhr war Einlass für Konzerte. Wer dann nicht rechtzeitig an der Abendkasse war, bekam oft keine Karte mehr. Es gab Rockkonzerte, aber auch Abende mit Karl Dall oder Otto Waalkes.“
Die Stühle des Restaurants kamen endgültig ‘raus, als Gugel mit Karsten Schölermann (Knust) das Logo 1994 übernahm. „Damals haben wir innerhalb von vier Wochen Bush, Blur, Oasis und The Verve über die Bühne geschoben“,  sagt der 62-Jährige, der heute alleiniger Geschäftsführer ist.
„Die rockten wie Scheiße, das war Wahnsinn, das ist Rock’n’Roll“
Welche Abende waren für den Logochef legendär? „Da gab es zu viele, da kann ich keines hervorheben. Als ich einmal von einem schlechten Konzertabend im Stadtpark zurück ins Logo kam, spielte da eine Nachwuchsband, den Namen weiß ich nicht mehr. Aber die rockten wie Scheiße, das war Wahnsinn, das ist Rock’n’Roll.“
Coronabedingt musste Gugel das Logo am 12. März schließen. An Liveabende im engen Bau, wo bei ausverkauften Konzerten der Schweiß der Besucher von der Decke tropft, ist momentan nicht zu denken. Livemusik auf Abstand funktioniert für Gugel und seine Crew nicht. Damit im Logo nicht nach 46 Jahren endgültig die Stecker gezogen werden, gibt es neben der Spendensammlung auch die Möglichkeit, Logo-Hoodies, T-Shirts und Gesichtsmasken zu kaufen.
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