Die Botschaft ist klar: Das Wilhelmsburger Stadtteilkrankenhaus soll erhalten bleiben. Foto: aktion-gross-sand-bleibt
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Demonstration für den Erhalt des Wilhelmsburger Krankenhauses und der Pflegeschule – Start: am heutigen Mittwoch, 30. September, 16 Uhr, Stübenplatz

Olaf Zimmermann, Wilhelmsburg

Wilhelmsburg geht auf die Straße. Am heutigen Mittwoch, 30. September, findet eine Demonstration für den Erhalt des Krankenhauses Groß-Sand statt. Start: 16 Uhr am Stübenplatz. Über die Veringstraße geht es zum Bonifatiusplatz am Krankenhaus, wo um 17 Uhr die Abschlusskundgebung geplant ist. D

Die Genehmigungsbehörde hat neben der Einhaltung der üblichen Abstandsregeln zur Auflage gemacht, dass pro zehn Demo-Teilnehmer jeweils ein Ordner gestellt wird. „Eine ziemliche Herausforderung, aber wir bekommen das hin“, ist sich Manuel Humburg (Zukunft Elbinsel) sicher. Die Veranstalter rechnen mit gut 500 Demonstranten. An der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Stadtteilkrankenhauses haben sich über 5.300 Wilhelmsburger beteiligt.

Es gab Annäherung in den Positionen. Grundsätzlich wurde das Konzept anerkannt.
Manfred Nielen,
Sprecher Erzbistum

Hintergrund: Das Erzbistum möchte sich von seinem Krankenhaus trennen. Hohe Pensionsversprechen, alte Bausubstanz und wenige Privatpatienten im Stadtteil machen das 200-Betten-Haus unrentabel. Die Pflegeschule soll ab Oktober schließen, die Schließung der chirurgischen Abteilung soll bereits beantragt worden sein – was das Aus für die Notfallambulanz bedeuten würde.

Inzwischen arbeiten Sozialbehörde, Erzbistum Hamburg, Krankenkassenverbände, Kassenärztliche Vereinigung Hamburg und Bezirksamt Hamburg-Mitte an einem Konzept, um Groß-Sand zu erhalten. Gibt es eine Einigung, will die Stadt die erforderliche Sanierung finanziell unterstützen.

Wie laufen die Gespräche? Auf Nachfrage teilte Manfred Nielen, Sprecher des Erzbistums, mit: „Es gab Annährungen in den Positionen. Grundsätzlich wurde das Konzept anerkannt. Es sind aber noch Fragen in der konkreten Umsetzung offen, die das Krankenhaus noch erarbeiten und beantworten soll. Wir sind gebeten, ein Konzept zur Einbindung eines neuen Trägers vorzulegen.“

Für Manuel Humburg steht fest: „Das Krankenhaus Groß-Sand ist für uns system-relevant, wie man in Corona-Zeiten sagt. Gesundheit zur Ware zu machen ist krank. Der Erhalt des Krankenhauses braucht deshalb staatliches Eingreifen und eine öffentliche Beteiligung.“

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