Unter Coronabedingungen spielte das Richard Ebert Quartett das erste Konzert nach der langen Pause. Foto: Langeloh
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Seit September gibt es im Heidbarghof wieder Konzerte

Julia Vellguth, Hamburg-West
Seit September gibt es wieder Kultur im Heidbarghof: Von Mitte März an war das Kulturzentrum coronabedingt geschlossen. Doch die Nachfrage ist bisher gering. „Wir wollten zeigen, dass es Livekultur wieder gibt, im kleinen Rahmen darf man ja einiges wieder machen”, so Hinrich Langeloh, der ehrenamtlich für das Kulturprogramm am Heidbarghof zuständig ist. „Es ist wichtig, dass die Menschen mitbekommen, dass hier wieder was läuft.” Mit Hygienekonzept, also Abstand der festen Sitzplätze, Maskenpflicht auf dem Weg zum Platz und zur Toilette und Hinterlegung der Kontaktdaten gibt es nun 30 bis 40 Plätze auf der Konzertdiele sowie 40 bis 50 Plätze im Kuhstall.
Los ging es mit einem Jazzkonzert, das von rund 20 Zuhörern besucht wurde – nicht viel weniger als gewöhnlich. Auch wenn Hinrich Langeloh viele alte Bekannte im Publikum gesehen hat, seien die Stammgäste noch eher vorsichtig mit den Veranstaltungen, meint er: „Der Heidbarghof wird eher von älteren Menschen besucht, das erklärt natürlich die Vorsicht.” So laufe der Vorverkauf bisher eher schleppend, Kartenreservierungen gebe es kaum. Die Angst der Besucher kann der Kulturmanager ein wenig schmälern: „Wir lüften in der Pause und reißen Türen und Fenster auf. Dadurch haben wir Durchzug wie im Wohnzimmer.”
Nach der langen Pause seit Mitte März war es zunächst fraglich, ob das Kulturprogramm im Heidbarghof im Herbst überhaupt wieder starten kann.
Auch wenn die Durchführung der Veranstaltungen unter Coronabedingungen nicht kostendeckend sei, so sei der Heidbarghof verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen, so Hinrich Langeloh: „Wir haben kaum Kosten gehabt. Wir zahlen keine Miete und haben keine Angestellten, hier läuft alles ehrenamtlich. Wir können uns deshalb eine kurze Saison leisten, die defizitär sein wird. Statt einem vollen Haus haben wir nun relativ wenige Leute zu Gast.”
Auf dem Programm der nächsten Wochen stehen im Heidbarghof – sofern alle Künstler kommen können und die Auflagen weiterhin Konzerte ermöglichen – am Mittwoch, 30. September, um 20 Uhr die schottische Folkband Salt House, am Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr der Gitarrist Peter Finger und am Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr das Trio Ducktape Ticket mit jazziger Weltmusik. Auch mit wenigen Besuchern findet jedes Konzert statt. „Auch aus Rücksicht auf die Künstler”, erklärt Langeloh, „es sind alle froh, dass es wieder losgeht.“
❱❱ Kartenvorbestellung per E-Mail an heidbarghof@t-online.de unter Tel. 800 84 36. Eine Bestellbestätigung gibt es nicht, dafür einen Hinweis, wenn die Veranstaltung ausverkauft ist. Eine Abendkasse gibt es auch.

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