Die Häuser des Anbieters vhw – hier die Seniorenresidenz am Falkenbergsweg – sind bislang von der Corona-Pandemie „weitgehend verschont geblieben“, freut sich vhw-Sprecherin Katharina Groß. Foto: wit
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Interview mit vhw-Sprecherin Katharina Groß

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe

Im Wochenblatt-Gespräch beantwortet vhw-Sprecherin Katharina Groß Fragen zum Thema Corona.

Wie wurde die Corona-Situation bislang überstanden? „Unsere Häuser sind bis zum heutigen Tag glücklicherweise von der Pandemie weitgehend verschont geblieben. Das haben wir dem vorbildlichen und verantwortungsvollen Verhalten unserer Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Die situationsbedingten Abstands- und Hygieneregeln werden konsequent von allen eingehalten.“

Was sind die größten Veränderungen im Alltag? „Die Seniorenresidenz Neugraben pflegt seit vielen Jahren eine enge und offene Nachbarschaftskultur. Angehörige und Besucher sind immer gern gesehen. Besuche finden derzeit unter Einhaltung der aktuellen Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung statt. Das soziale Für- und Miteinander unserer Bewohnerinnen und Bewohner und ebenso der Austausch mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind derzeit eingeschränkt. Einige Bewohner und Bewohnerinnen wirken aufgrund der aktuellen Situation sensibler und empfindlicher.“

Welche Einschränkungen fallen besonders schwer, welche sind leichter umzusetzen? „Aufgrund unserer allgemein hohen Hygienestandards fiel es uns weitgehend leicht die Maßnahmen der Stadt Hamburg umzusetzen. Kulturelle Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Ausfahrten oder Konzerte fehlen den Bewohnern. Generell mangelt es an alltäglicher sozialer Begegnung der Menschen untereinander.“ Gab es Infizierte / sind Tote zu beklagen? „Trotz zahlreicher Covid-19-Tests ist uns bislang im Bereich Süderelbe nur ein einziger Fall bekannt, in dem eine Mitarbeiterin unserer Seniorenresidenz Neugraben im März positiv getestet wurde. Sie hatte sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und ist mittlerweile genesen. Der Fall hat aufgrund unserer Sofortmaßnahmen zu keinen weiteren Ansteckungen geführt.“

Welche Aktivitäten werden jetzt gern angenommen, welche müssen pausieren? „Wir haben zunächst mit Balkon-Konzerten begonnen. Nun gehören kleine Gartenkonzerte – so lange die Wetterlage es zulässt – zum festen Programm. Auch einen Chor konnten wir in der Gartenanlage begrüßen – unter Einhaltung aller geforderten Schutzmaßnahmen. Kleine Konzerte im Restaurant sind für den Herbst geplant. Zum festen Unterhaltungsbestandteil gehört auch unser Kontakt zu den Klinik-Clowns im Pflegewohnteil der Residenz. Der Haus-Chor muss leider noch pausieren. Gesprächskreise und Bingo-Spiel werden unter Einhaltung bestehender Schutzkonzepte wieder angeboten.“

Wie sieht die Besucher-Regelung aus? „Hier halten wir uns an die Vorgaben der Stadt Hamburg und haben uns daher entschieden, individuelle Besuchszeiten anzubieten. Wir können so den Wünschen aller Beteiligten besser gerecht werden. Die Bewohner können sich in einem Bereich im Garten oder in einem Besucherraum mit ihren Angehörigen und Freunden treffen.“

Wie halten Angehörige und Bewohner nun Kontakt? „Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind sehr stark gefordert, auf die individuellen Wünsche und Erwartungen organisatorisch einzugehen. Nicht immer ist die Bereitschaft der Angehörigen, die notwendigen Regeln zu beherzigen, hinreichend vorhanden. Grundsätzlich versuchen wir zu ermöglichen, was der Rahmen der behördlichen Auflagen zulässt. Mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones kommen zunehmend bei den Bewohnern zum Einsatz.“

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