Foto: Gisela Floto
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Die Journalistin und Autorin Sybil Gräfin Schönfeldt berichtet am Freitag, den 18. September  2020 aus ihrem spannenden (Journalisten) Leben und liest aus ihren Büchern „Hoffen auf das Bessere“ sowie „Sie sind ein Elefant, Madame!“. Der Abend beginnt um  19 Uhr im Kleinen Michel,  Michaelisstraße 5,  20459 Hamburg, ganz in der Nähe des Ledigenheims.

„Hoffen auf das Bessere“ ist eine  virtuos montierte Familiengeschichte, die fast beiläufig und mit genialer erzählerischer Leichtigkeit ein Stück epochaler Zeitgeschichte erzählt: den Zeitenwechsel von der Monarchie zur Demokratie. Ungemein reflektierend und persönlich erzählt Sybil Gräfin Schönfeldt, wie sie als Kind, als Studentin in Hamburg und Wien und später als junge Journalistin wie in einem Puzzle die Geschichte ihrer Familie entdeckt – eine vergangene Welt der Schlösser und Paläste, deren Protagonisten versuchen, sich in der neuen Zeit zurecht zu finden. Ein berührendes Zeitengemälde.

Gräfin Schönfeldts  journalistische Arbeit ist Gegenstand eines zweiten Buches. Für „Sie sind ein Elefant, Madame!“  hat sie sich in ihr Archiv begeben und ihre 30 Lieblingsartikel und Kolumnen ausgegraben …. Ihre Bundesrepublik war das „Provisorium“, das 40 Jahre lang Bestand hatte – bis die Mauer fiel. Dieses Land hat sie begleitet, beobachtet und beschrieben. Dabei war ihr Blick nicht auf die politischen Protagonisten gerichtet, nicht auf die, die im Rampenlicht der Parlamente und Medien Weltpolitik und eigene Geschäfte abwickelten. Ihre Themen waren die, die das Leben schrieb: sie berichtete von den Tagen als man begann, die Antibaby-Pille nicht mehr „Ovulationshemmer“ zu nennen. Sie stellte „beschossenes Essen“ vor: die Mikrowelle aus Amerika wurde auf einer Messe in Deutschland präsentiert. Doch „Dinner in Dosen“ interessierte hier damals noch kaum jemanden. Sie schrieb über den Missbrauch und Tod eines Schülers – und den ignoranten Umgang der Eltern und Lehrer damit. Die Tragödie als Tabu. Und sie schrieb von der Mode …  Fein beobachtet, süffisant kommentiert, mit scharfer Zunge und spitzer Feder. Und viel Humor.

Lesung ist ein weiterer Abend zugunsten des  sozialen und kulturellen Projekts „Das Ledigenheim erhalten!“ in der Hamburger Neustadt.  Dafür haben sich seit  August  2014 immer wieder  Autoren und etliche  Schauspieler in monatlich stattfindenden  Lesungen  engagiert. Sybil Gräfin Schönfeldt verzichtet  auf ein Honorar. Die Spenden der Besucher kommen der laufenden Projektarbeit  zugute.

Eine Registrierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf Grund der Corona- Maßgaben zwingend erforderlich. Anmelden können Sie sich – auch wegen der begrenzten Teilnehmerzahl – unter: anmeldung@stiftungros.de  oder  unter Tel: 040 29813888.

Zur Oktober-Lesung kommt am Freitag, den 30. Oktober die Schriftstellerin Katrin Seddig mit ihrem neuen Roman „Sicherheitszone“. Der Abend beginnt um 19 Uhr im Kleinen Michel.

 

 

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