Schwimmen macht Spaß: dank LuFisch können es Kinder und Jugendliche seit dem 10. August wieder in Lurup lernen. Foto: pr
Anzeige


Seit dem 10. August können Luruper Kinder und Jugendliche im Schwimmbad Rapsweg wieder Schwimmen lernen

Jasmin Bannan, Lurup
Silvia Behr atmet tief aus. Das Jahr hat Spuren hinterlassen. „Vom 16. März an mussten wir unsere kleine Schwimmhalle aufgrund der Allgemeinverfügung schließen. Wir haben für den Verein im Mai die Corona-Soforthilfe beantragt – haben aber bis heute nichts gehört. Das hat uns viele schlaflose Nächte gekostet“, so die Vorstandsvorsitzende des Luruper Fördervereins Integration durch Schwimmen.
Wie in zahlreichen anderen Vereinen auch haben viele  Nutzer der Schwimmhalle am Rapsweg solidarisch die Beiträge weitergezahlt, obwohl sie die Schwimmhalle nicht nutzen konnten. Andere konnten in der Krise nicht weiterzahlen, so dass dem Luruper Verein viele Einnahmen fehlten, obwohl die Kosten weiterliefen.
Ende Mai wurde die Situation kritisch, „da wir das Ersparte  für die Sanierung brauchen und nicht anrühren durften“, so Behr. Geplant war, eine  Fotovoltaikanlage zur Erzeugung von Strom auf dem Dach zu bauen sowie neue Bodenfliesen und Bodenabflüsse in der Halle legen zu lassen – die  Gesamtkosten liegen bei fast 86.000 Euro. „Wir hatten   27.000 Euro gespart, um einen Teil dieser Sanierungskosten selbst aufbringen zu können.“ Zusätzlich erhielt LuFisch vom Hamburger Spendenparlament 24.500 Euro  und hat 34.500 Euro des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) bei der Stadt beantragt.
Kurz vor den Sommerferien kam die gute Nachricht, dass die RISE-Gelder genehmigt wurden und „wir  die Fotovoltaikanlage beauftragen konnten und auf das Süddach montieren lassen konnten“.
Die Fliesensanierung musste allerdings erst einmal auf den Sommer 2021 verschoben werden, da die Schwimmhalle für diese Arbeiten rund vier Wochen schließen müsste. „Und wir sind doch froh, dass wir seit 10. August wieder am Start sind“, so Silvia Behr erleichtert. Coronabedingt sind nur Gruppen mit maximal zehn Personen im Wasser erlaubt, die Haare zu föhnen ist verbotent, maximal sechs Personen dürfen sich pro Umkleide aufhalten.
LuFisch investierte in Papiertuchhalter, Seifenspender, Desinfektionsmittelspender, geschlossene Mülleimer sowie in einen eigenen Sicherheitsdienst. „Private Spendenaufrufe haben uns geholfen, in den letzten drei bis vier Wochen so viele Spenden zu erhalten, dass wir gut überleben und weiterkommen können“, fasst Silvia Behr mit Dank an Spender und Unterstützer zusammen.
❱❱ Kontakt LuFisch, Silvia Behr
silviabehr@lufisch.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here