Mentorenprogramm, Deutschtraining, Praktika, Ausbildung: Von den reinen Spendensammlung hat sich Hanseatic Help in den vergangenen fünf Jahren zu einem umfassenden Hilfsprojekt gemausert. Foto: Kai Weise/Hanseatic Help
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Die Spendensammler von Hanseatic Help wollen nach Corona-Auszeit wieder durchstarten

Christopher von Savigny, Altona
Das Desinfektionsmittel steht parat, zwischen den Arbeitsbereichen hängen neuerdings  Plexiglasscheiben: Und auch sonst haben die Verantwortlichen von Hanseatic Help e. V. alles dafür getan, dass der Betrieb in der Großen Elbstraße nach der erzwungenen Corona-Auszeit wieder losgehen kann. Doch der Spendensammlung – vor genau fünf Jahren als „Kleiderkammer“ in den Messehallen gestartet – fehlt es aktuell an Unterstützung.
„Gerne würden wir unsere Spendenannahme wieder an mehr als zwei Wochentagen öffnen, doch mit der momentanen Besetzung kriegen wir das leider nicht gewuppt“, sagt Claudia Meister von Hanseatic Help. „Wir hoffen darum sehr, dass es sich schnell herumspricht, dass wir wieder da sind und uns über helfende Hände freuen!“
Ursprünglich als reine Flüchtlingshilfe gegründet, unterstützt der Verein – Motto: „Einfach machen!“ – inzwischen auch Obdachlose und andere Menschen in Not, verschickt Hilfsgüter bis ins europäische Ausland und fördert Schüler mit gespendetem Schulmaterial sowie Mentorenprogrammen.
Wöchentlich kommen rund 15 bis 20 Hamburger Initiativen, Organisationen und Vereine vorbei, um bestellte Schuhe, Kleidung und Hygieneartikel abzuholen. Junge Menschen können bei Hanseatic Help ein Praktikum machen oder ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolvieren. Für Menschen, die durch Corona in Not geraten sind, wurde das Programm „Hamburg packt’s zusammen“ ins Leben gerufen: Seit Projektstart im Juli haben freiwillige Helfer hierfür 15.000 Tüten für bedürftige Studenten, Wohnungslose und Familien zusammengepackt. Rund 25 Hamburger Unternehmen – unter anderem Edeka und Beiersdorf – fördern die Aktion. Mit zehn Euro kann jeder Hamburger Taschenpate für eine Hilfstüte werden.
Laut Geschäftsbericht von 2019 haben im vergangenen Jahr 120 Freiwillige bei der Arbeit des Sortierens und Packens mitgeholfen. Die Spendenannahme hat aktuell donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Besonders hoch im Kurs steht Herrenkleidung der Größen S und M – Haushaltsgegenstände (Geschirr, Elektrogeräte) bitte nicht abgeben.
❱❱ Wer Lust auf ein Ehrenamt verspürt, kann am Donnerstag, 3. September, zum Info-Schnack in der Großen Elbstraße 264 vorbeischauen. Uhrzeiten: 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr.

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