Gasspürer im Einsatz: Eine Gesichtsmaske ist griffbereit, um bei Auskünften Anwohner und sich selbst zu schützen. Foto: Gasnetz Hamburg
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Im Auftrag von Gasnetz Hamburg suchten Gasspürer in Neugraben und Fischbek nach defekten Leitungen

GNH/Siegmund Borstel, Süderelbe

Hamburgs beste Riecher haben in den vergangenen Wochen in Neugraben-Fischbek geschnüffelt. Im Auftrag von Gasnetz Hamburg überprüften Gasspürer insgesamt 159,68 Kilometer der erdverlegten Gasleitungen auf ihre Dichtigkeit.

„In insgesamt neun Fällen hat das Prüfgerät Gaspartikel aufgespürt, die aber nur in einem Fall auf einen kleineren Leitungsschaden zurückzuführen waren“, sagte Bernd Eilitz von Gasnetz Hamburg. „Dort wurde die Leitung umgehen aufgegraben und repariert. Das hochsensible Gerät schlägt auch bei anderen Quellen schnell an. Das können Camping-Gasgeräte oder Propangasgeräte sein, oder auch Verwesungsrückstände, die nicht mit unserem Netz in Verbindung stehen.“

Gasprüfer brauchen nicht nur hohe technische Kompetenz, sie müssen auch sehr gut zu Fuß sein, da sie die Leitungen ablaufen. Ein Tablet-PC zeigt ihnen dabei die genaue Lage der Leitungen an.

„In dieser Saison kommt ein Gasspürer auf mehr als 700 Kilometer Fußweg. Das ist in etwa die Strecke von Hamburg nach Ingolstadt“, sagt Einsatzleiter Stefan Kretschmer (Gasnetz Hamburg).

Seine Gasspürer hat Gasnetz Hamburg in Corona-Zeiten neben den Hightech-Geräten mit Desinfektionsmitteln und Gesichtsmasken ausgerüstet. Fahrzeuge und Geräte werden gereinigt und der Mindestabstand zu Passanten eingehalten.

Jetzt sind die Gasspürer in Hamburgs Norden mit Schwerpunkten in Poppenbüttel, Lemsahl-Mellingstedt und Bergstedt im Einsatz. Bis Jahresende sind auch noch die Stadtteile Alsterdorf, Iserbrook, Langenhorn, Ohlsdorf, Schnelsen, Curslack, Hummelsbüttel, Jenfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel dran.

 

Gasnetz Hamburg

Gasnetz Hamburg ist ein hundertprozentiges Unternehmen der Stadt. Das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg ist rund 7.900 Kilometern lang, es hat rund 160.000 Haus-anschlüssen und fast 230.000 Netzkunden. Das Netz umfasst Hoch-, Mittel-, Niederdruck- und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen. Die Steuerung und Überwachung des Netzes erfolgt über eine zentrale Leitstelle. Gasnetz Hamburg bereitet seine Infrastruktur auf steigende Einspeisungen von „grünem Gas“ wie Bio-Methan und Wasserstoff vor.

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