Sie wollen Altona 93 in eine noch erfolgreichere Zukunft führen: Co-Trainer Philipp Körner (v. l.), Coach Andreas Bergmann und Torwarttrainer Fabrizio Tuttolomondo. Foto: Sven Taucke
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Von Dirk Andresen. Verloren – und doch zufrieden! So vermeintlich widersprüchlich sich das anhört, für Andreas Bergmann, den neuen Coach des Fußball-Regionalligisten Altona 93 traf dieses Fazit nach dem ersten wegweisenden Test seiner quasi von Grund auf erneuerten Truppe trotz der 2:3-Niederlage im Halbfinale des Lotto-Pokals beim Klassen-Konkurrenten Eintracht Norderstedt durchaus zu.

„Wir sind natürlich enttäuscht, denn wir wären hier heute gerne weitergekommen“, so Bergmann nach dem Pokal-Aus. Aber er sah auch viele positive Ansätze bei seinem neuen Team. „Unterm Strich“, führte der prominente Fussballlehrer dann auch relativ entspannt weiter aus, „wenn man die ganzen Umstände mit dem Umbruch in unserer jungen Mannschaft und den vielen unerfahrenen Spielern sieht, haben wir das hier ordentlich gemacht und auch phasenweise auf Augenhöhe gespielt.“

Sogar der gegnerische Coach Jens Martens stimmte ihm da zu – durchaus ein Kompliment für die bisherige Arbeit Bergmanns. Der führt den vor ein paar Monaten noch von heftigen Turbulenzen geschüttelten Hamburger Viertligisten seit diesem Sommer zusammen mit dem neuen Sportchef Richard „Ritchie“ Golz. Das Ziel: Sich in der Regionalliga zu etablieren und aus den verbliebenen 93-Kickern zusammen mit den elf neu geholten Spielern (siehe unten) eine schlagkräftige Truppe aufzubauen.

Kompliment vom gegnerischen Trainer

Dem Elbe Wochenblatt verriet Bergmann jetzt, wie weit er sich und sein Team auf diesem Weg sieht. Und weist zunächst nachdrücklich auf die extrem schwierigen Rahmenbedingungen hin: „Wir wissen immer noch nicht, wann es losgeht.“ Zwar soll die Punktspielsaison Anfang September beginnen, aber das steht wegen verschiedenen Corona-Verordnungen in den norddeutschen Bundesländern immer noch auf der Kippe. Bergmann: „Dazu ist bei uns die halbe Mannschaft neu, einige Spieler sind erst seit ein paar Tagen im Training. Das macht die Sache natürlich nicht einfacher.“

Aber: Der Coach ist trotzdem optimistisch und hat bereits einen neuen Spirit in und um seine Mannschaft ausgemacht: „Die neuen Jungs sind – je nach den Voraussetzungen, unter denen sie zu uns gekommen sind – unterschiedlich fit. Aber: Alle sind sehr, sehr willig. Man sieht die Bereitschaft, hart zu arbeiten. Die Spieler wollen lernen – auch gemeinsam als Team.“ Bei der ersten Nagelprobe gegen ein in etwa gleichwertiges Team gab es dafür in Norderstedt die Bestätigung auch vom Gegner. Gastgeber-Trainer Jens Martens: „Großes Kompliment, Altona hat uns das Leben wirklich total schwer gemacht.“

Andreas Bergmann scheint auf dem richtigen Weg mit seinem neuen Projekt in Altona. Und auch im Verein scheint nach den monatgelangen Grabenkämpfen vor seiner Zeit endlich wieder an einem Strang gezogen zu werden. Bergmann: „Egal ob Ritchie Golz, mein Trainer-Team, Präsident Dirk Barthel oder die Spieler: Wir tauschen uns ständig aus und alle sind wirklich sehr engagiert.“

 

Die neuen Spieler: Gleich auf fast ein ganzes Dutzend neue Spieler können sich die 93-Fans freuen – einer von ihnen, Stürmer Aladjie Barrie, erzielte in Norderstedt sogar schon beide Tore für das Bergmann-Team. Der gebürtige Holländer kam vom Bremer Oberligisten BSC Hastedt. Zudem neu im Trikot der Kicker von der Griegstraße: Incheo Choi von Victoria Hamburg, Kevin Krottke (Teutonia 05), Hendrik Bomberg (Lübeck), Dennis Rosin (VfB Oldenburg), Marco Heskamp (SV Eichede), Moritz Kloß (ETV), Nikola Kosanic (HEBC), Frederik Lorenzen (Milwaukee Panthers), Valentin Brandis (HSV) und Tobias Braun (Concordia).

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