copyright: Jan Laackmann
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2020 ist alles anders, denn die durch COVID-19 ausgelöste Krise hat alle Pläne buchstäblich auf den Kopf gestellt – auch bei der KinderKulturKarawane: Zum ersten Mal finden die Begegnungen zwischen Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas und Schulen, Jugend- und Kulturzentren und Festivals in Europa nicht direkt vor Ort statt.

Um in diesem außergewöhnlichen Jahr die KinderKulturKarawane trotzdem als Begegnungsprojekt fortzuführen, wurden gemeinsam mit den Projektpartner*innen aus dem Globalen Süden verschiedene Formate entwickelt, die eine virtuelle Begegnung ermöglichen. Alle Formate sind flexibel und einfach einsetzbar, sowohl für den (Schul-)Unterricht, als auch für den Kultur- und Festivalbetrieb und in der kulturellen Bildung. Die Gruppen, die für das Jahr 2020 eingeplant waren, werden im kommenden Jahr erneut eingeladen. Daher bieten die Angebote auch eine Plattform für eine langfristige Vorbereitung der Begegnungen im Jahr 2021.

Mit Nutzung der digitalen Angebote besteht die Möglichkeit, die Gruppen und ihre Arbeit kennenzulernen und einen ersten Kontakt zu ihnen aufzubauen. Durch die Kostenbeiträge werden sowohl die Projekte aus den Ländern des Globalen Südens, die besonders von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen sind, als auch die Arbeit und der Fortbestand der KinderKulturKarawane unterstützt. Die Formate sind voraussichtlich ab September einsatzbereit.

Von Vorstellungsvideos der Gruppen, Workshop-Tutorials zu künstlerischen Methoden über moderierte Live-Chats und Diskussionen bis hin zu gemeinsamen künstlerisch-kreativen Produktionen: Die KinderKulturKarawane bietet verschiede digitale Kennenlern-Angebote, die über drei unterschiedliche Formate gebucht werden können. So wird ein digitaler Austausch mit den Gruppen möglich.

Ausführliche Informationen zu den Online-Formaten sind ab sofort unter www.kinderkulturkarawane.de zu finden.

Hintergrund: KinderKulturKarawane

Seit mehr als 20 Jahren lädt die KinderKulturKarawane jedes Jahr Kinder- und Jugendkulturgruppen aus dem Globalen Süden nach Europa ein. Die Gruppen stellen ihre künstlerischen Produktionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Zirkus in Schulen, Jugend- und Kulturzentren und auf Festivals vor. Außerdem geben sie Workshops in denen sie künstlerische Methoden vermitteln. Die jungen Künstler*innen thematisieren in ihren Produktionen ihre Kultur sowie persönliche Erfahrungen und Probleme, die das Leben an ihrem Wohnort bestimmen. In ihren Projekten gewinnen sie über die künstlerische Arbeit neue Perspektiven und Selbstbewusstsein, um ihre Zukunft selbst zu gestalten. Alle Performances, die die Gruppen mitbringen, thematisieren die globalen Ziele der UN (SDG) und sind von hoher künstlerischer Qualität. Seit dem Start der KinderKulturKarawane haben bislang 953 junge Künstler*innen aus 59 verschiedenen Projekten Theater, traditionellen und modernen Tanz, traditionelle und moderne Musik, Zirkus und Crossover-Produktionen präsentiert. Mehr als 4.000 Aufführungen und Workshops haben die Gruppen absolviert und jährlich etwa 80.000 Menschen erreicht.

Seit 2015 findet zudem mit zwei Gruppen jährlich das Projekt CREACTIV für Klimagerechtigkeit statt, bei dem sich die Gruppen mit Schüler*innen jeweils eine Woche lang künstlerisch mit den Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit beschäftigen. Außerdem reisen noch bis Ende 2021 einige der Gruppen im Rahmen des Projekts Culpeer4Change in sechs europäische Länder.

Projektträger ist das Hamburger Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH. Unterstützt und gefördert wird die KinderKulturKarawane durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung Forschung (Kultur macht stark), des Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst (Brot für die Welt) und der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE).

Mehr unter: www.kinderkulturkarawane.de

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