Helmut Behr (l.) und Sönmez Ugurlu vor dem „Corona-Beet“. Am Sonntag, 16. August, informieren die beiden über diesen besonderen Grünstreifen. Foto: Dirk Andresen
Anzeige


Ecke Methfesselstraße/Osterstraße: Wie Helmut Behr und Sönmez Ugurlu einen toten Seitenstreifen in ein vielfältiges Biotop verwandelt haben

Dirk Andresen, Eimsbüttel

Immer wieder bleiben sie stehen. Mal alleine, mal in kleinen Grüppchen. Verwunderte Blicke werfen einige in das blühende Biotop, entzückte Ausrufe kommen anderen Zaungästen über die Lippen, wenn sie einen Schmetterling entdecken, oder andere in der Stadt sonst immer seltener zu sehende Insekten. Im Gesicht von Helmut Behr (69) ist ein zufriedenes Schmunzeln auszumachen „Ich freue mich einfach über das, was sich aus einer spontanen Idee entwickelt hat: diese Pflanzen-Vielfalt und das bunte Leben in unserem Garten.“

Die Behörde genehmigte … und alle machten mit

Mitte April hatten er und sein Freund Sönmez Ugurlu (47) an der Ecke Methfesselstraße/ Osterstraße einen bis dato eher toten Seitenstreifen mit Genehmigung der Behörden in ein Blumen- und Pflanzenbeet umfunktioniert.

Ihre Idee: Jeder, der Lust hat, kann sich an der Bepflanzung und Pflege des 15 Meter langen und zwei Meter breiten „Kleingartens“ beteiligen. Der Sinn dahinter: Gerade in schweren Corona-Zeiten wollten sie mit der Aktion ein Zeichen der Solidarität gegen die Corona- Pandemie setzen. Die Eimsbütteler machten mit – und wie!

In allen möglichen Farben und Größen sprießen Blumen

Inzwischen wächst und wuchert es auf dem kleinen Areal wie wild. In allen möglichen Farben, Größen und Formen sprießen Blumen und Pflanzen. Und werden von einer beachtlichen Zahl von kleinen Bewohnern besiedelt.

„Genau das wollten wir erreichen“, sagt Helmut Behr, „dass die Leute stehen bleiben, etwas Schönes entdecken, sich freuen und ins Gespräch kommen.“ Und bei diesen spontanen Unterhaltungen auf dem Bürgersteig vielleicht für einen Moment oder auch ein paar Minuten ihre Sorgen vergessen, sich im bunten „Dschungel“ satt sehen können an den kleinen Schätzen, die ihnen gemeinsam gepflanzte und gepflegte Flora und mit ihr die Fauna jetzt so üppig präsentieren.

Informationen am Sonntag, 16. August, ab 11 Uhr

Damit das kleine Paradies künftig auch noch bequemer zu bestaunen ist, wollen Behr und Ugurlu sogar ein paar Stühle an das Beet stellen. Behr: „Wer ein paar brauchbare Sitzgelegenheiten übrig hat, kann sie gerne spenden.“

Vielleicht schon am kommenden Sonntag, 16. August. Dann informieren Behr und Ugurlu sowie weitere Aktive ab 11 Uhr über ihren Solidaritätsgarten gegen Corona.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here