Es geht doch: Blockverkehr statt Vollsperrung. Foto: mag
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Andreas Göhring, Süderelbe. Gute Nachrichten für die Anwohner des Ehestorfer Heuwegs: Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) verzichtet auf die angekündigte Vollsperrung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung von Mitte Juli bis Anfang August – also für die Wochen, in denen die Schulen in Hamburg und Niedersachsen gemeinsam Ferien haben. Freuen können sich aber auch Autofahrer aus dem Raum Neugraben und den benachbarten Gemeinden in Niedersachsen sowie Einrichtungen wie der Wildpark Schwarze Berge, die auf gute Erreichbarkeit angewiesen sind.
Der Ehestorfer Heuweg soll in fünf Phasen bis Herbst 2021 von der Rudolf-Steiner-Schule bis zur Cuxhavener Straße saniert werden. Ursprünglich hieß es, auf eine Vollsperrung könne in dieser Zeit nicht verzichtet werden – allein schon wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsabstände für Arbeiter und Maschinen.
Jetzt hat der LSBG eine andere Lösung gefunden: Nun sollen der Fußweg auf die Ostseite des Baufelds und der aktuelle Blockverkehr mit Ampeln an den äußersten Rand der provisorischen Fahrbahn gelegt werden.
„Der Blockverkehr funktioniert doch gut“, sagt Anwohner Immo von Eitzen. Anfangs hätten die Vertreter des LSBG diese Möglichkeit aber als „unzulässig und unmöglich“ verworfen. Genauso verhalte es sich jetzt mit der Lösung, die eine Vollsperrung überflüssig mache. Einige Anwohner mit Erfahrungen als Bauunternehmer hätten diese Lösung bei der ersten öffentlichen Infoveranstaltung im Jägerhof schon „recht konkret“ vorgetragen. Ihr Vorschlag sei aber als „unrealistisch“ abgetan worden.
Nun wird also so verfahren, wie von den Anwohnern gefordert: Es gibt zunächst keine Vollsperrung und nach dem Auftragen des Asphalts werde die provisorische Fahrbahn wieder entfernt. Danach werden schließlich die Nebenflächen an der Einfahrt zur Rudolf Steiner Schule-Harburg neu angelegt. Allerdings könne es auch in diesem Bauabschnitt noch Verzögerungen geben, denn es werden immer wieder Leitungen entdeckt, die in den Bauunterlagen nicht verzeichnet sind.
Der LSBG hat jetzt schon angekündigt, dass er im allerletzten Bauabschnitt vermutlich doch noch eine Vollsperrung anordnen muss. Im Einmündungsbereich zur Cuxhavener Straße gebe es für einen ampelgeregelten Blockverkehr nicht genügend Stauraum.

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