Das Neue Amt von außen. Visualisierung: Neues Amt Altona
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Das „Neue Amt Altona“ bietet auch Begegnungsmöglichkeiten für den Stadtteil

KP Flügel, Altona
Christina Veldhoen ist beim „Neuen Amt Altona“ für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Foto: KP Flügel

Aus dem ehemaligen Finanzamt Altona soll das „Neue Amt Altona“ zwischen Großer Bergstraße und der Neuen Großen Bergstraße entstehen. Den Zuschlag zum möglichen Kauf hat die im Dezember 2019 gegründete Genossenschaft Neues Amt Altona von der Stadt erhalten. „Dieses alte Finanzamt war im Rahmen einer Konzeptausschreibung zum Verkauf angeboten worden. Nicht der gebotene Kaufpreis hat den Ausschlag gegeben, sondern maßgeblich unser vorgestelltes Konzept. Also 60 Prozent Konzept, 40 Prozent der Preis“, sagt Christina Veldhoen. Für das Projekt ist sie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Der Stadt sei wichtig gewesen, „dass zum einen der Altbau des Finanzamtes als Kreativstandort bestehen bleibt. Dieser macht etwa zwei Drittel der gesamten Fläche aus. Zum anderen sollte dieser für mindestens zehn Jahre erhalten bleiben. Wir haben uns dazu entschieden, 20 Jahre daraus zu machen. Denn auch als Genossenschaft finden wir es gut, wichtig und sinnvoll, dass so ein Ort bestehen bleibt.“ Somit erhalten die hauptsächlich aus der Kreativbranche kommenden bisherigen Mieter eine Perspektive für diesen Zeitraum „zu unfassbar niedrigen Mietpreisen bleiben zu können“.
„Es werden bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen. Ungefähr 200 feste und dann noch mal 50 flexible Coworking-Plätze für Leute, die mal kommen und mal nicht, die also keinen festen Platz brauchen, sondern sich, wenn sie kommen, ihren Platz neu aussuchen.“ Die Genossenschaft wünsche sich Mieter, die nicht nur ein Büro mieten, sondern Teil der Gemeinschaft werden und sich in diese einbringen, um über die Geschicke der Gemeinschaft inhaltlich mitzuentscheiden.
Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von etwa 15 Millionen Euro. Die Kaufsumme von sieben Millionen Euro muss bis Ende 2021 aufgebracht werden. „Wir würden aber gerne schon vorher die komplette Kaufsumme bereithalten. Am besten bis Ende dieses Jahres. Denn je früher der Kauf erfolgt, desto eher können wir eröffnen. Darum suchen wir auch noch viele Fördermitglieder.“
Zurzeit sei die Genossenschaft mit ihren 30 Anteilseignern im Gespräch mit den bisherigen Mietern und „im Onboarding neuer Mitglieder“. Um sich einen Arbeitsplatz zu reservieren, müssen zehn Anteile also 5.000 Euro hinterlegt werden. „Wer selbst keinen Coworking-Platz benötigt, das Projekt aber finanziell unterstützen möchte, kann Fördermitglied werden und bekommt auch eine kleine Rendite von mindestens 1,5 Prozent. Das geht auch schon ab einem Anteil à 500 Euro.“
Wichtig ist Christina Veldhoen zu betonen, dass das „Erdgeschoss ein öffentlicher und kulturell spannender Ort der Begegnung auch für Menschen, Vereine und Initiativen aus dem Stadtteil werden soll“. Das „Neue Amt Altona“ verstehe sich nicht als „gentrifizierungsgeschlossene Veranstaltung, wo coole Unternehmer ihren teuren Kaffee trinken. Hier sollen sich Menschen begegnen, die sich sonst nicht begegnen.“
So wird das Neue Amt von innen aussehen. Visualisierung: pr

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