Die Arbeitslosenquote ist im Bezirk Harburg gegenüber dem Juni des Vorjahres deutlich gestiegen. Foto: Arbeitsagentur Hamburg
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Bezirk Harburg: Arbeitslosenquote ist im Juni höher als in ganz Hamburg

HARBURG. Die Corona-Pandemie hat auch auf den Arbeitsmarkt im Bezirk Harburg große Auswirkungen. So lag in Harburg die Arbeitslosenquote im Juni bei 9,9 Prozent, also um zwei Prozent höher als in ganz Hamburg (7,9 Prozent). Im Juni waren 9.307 Menschen im Bezirk Harburg ohne Arbeit. Das waren 344 Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni letzten Jahres stieg die Zahl der Arbeitssuchenden um 2.475 Personen.
Im vergangenen Juni meldeten sich im Bezirk Harburg 1.511 Personen erneut oder erstmals arbeitslos. Kleiner Lichtblick: Im selben Zeitraum  fanden 1.162  Personen einen Job. Das sind zwar 723 Personen weniger als vor einem Jahr, aber es gibt auch weniger freie Stellen. Meldeten Arbeitgeber im Juni dieses Jahres 92 neue Arbeitsstellen, waren es im Mai noch 564 Stellen mehr.
Seit Beginn der Corona-Pandemie Mitte März wird geschätzt, dass in Hamburg 363.654 Beschäftigte in Kurzarbeit tätig sind. Genaue Zahlen werden erst in den nächsten Monaten vorliegen.
Doch es gibt auch Branchen, in denen noch Arbeitskräfte gesucht werden. Dazu zählen beispielsweise Auslieferungsfahrer, Servicekräfte in der Gastronomie und im Gastgewerbe, Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe und Heilpädagogen.
Junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen, können unter 4.326 Lehrstellen wählen. Das sind 569 Plätze weniger als vor einem Jahr. Ausbildungsbetriebe halten sich zurück, im vollen Umfang auszubilden,. Auswahl- und Vorstellungsprozesse verzögern sich in diesen Corona-belasteten Monaten in vielen Betrieben. Gleichzeitig ist es schwieriger, bestehende Ausbildungsverhältnisse fortzuführen, da gewisse Dienstleistungen oder Fertigkeiten zurzeit weniger nachgefragt werden. KI

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