Klaus Wicher (SoVD-Hamburg) überreicht Sabine Pena Einkaufsgutscheine. Foto: Susanne Rahlf/SoVD
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SoVD übergibt Einkaufsgutscheine im Wert von 1.250 Euro

Siegmund Borstel/SOVD, Harburg

Freude bei der Harburger Tafel. Klaus Wicher, Hamburger Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland (SoVD), überreichte 50 Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 Euro. „Mit den Einkaufsgutscheinen können wir jetzt gezielt einzelnen helfen, die es noch schwerer haben als andere“, bedankt sich Sabine Pena, Erste Vorsitzende der Tafel Harburg. „Wir kommen gerade so über die Runden. Spenden aus der Gastronomie fallen zurzeit leider weg, die Lebensmittel kommen zurzeit vor allem von Supermärkten und Discountern.“

Fast 1.000 Tafeln versorgen in ganz Deutschland Menschen, die arm sind und mit wenig Geld über die Runden kommen müssen. Allein in Harburg, an der Buxtehuder Straße, versorgt die dortige Tafel im Normalfall rund 500 Menschen pro Woche mit frischem Obst und Gemüse, mit Konserven und Grundnahrungsmitteln.

„Jetzt in Zeiten von Corona kommen deutlich mehr Menschen zu uns, ich würde sagen, es sind im Schnitt zurzeit an die 700“, berichtet Sabine Pena. Seit 18 Jahren engagiert sich die gelernte Altenpflegerin bei der Tafel. Sie kennt die Not der Menschen und erlebt immer wieder ihre große Dankbarkeit für die Hilfe, die sie und 130 Ehrenamtliche hier an vier Tagen in der Woche leisten.

Als Corona das öffentliche Leben in Hamburg nahezu vollständig lahmlegte, war die Harburger Tafel eine der wenigen in der Stadt, die geöffnet blieb.
Für zwei Euro bekommen die Menschen dort vieles, was sie sich selbst nur selten leisten können: „Vor allem frisches Obst und Gemüse ist unglaublich teuer geworden, das wird am meisten bei uns nachgefragt“, sagt Tafel-Leiterin Pena. „Sogar bis ganz aus Poppenbüttel kamen die Menschen zu uns in den Hamburger Süden gereist, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen.“

Schon seit Beginn des Lockdowns wegen Corona spendet der Hamburger SoVD regelmäßig für bedürftige Menschen.

„Ohne die Tafeln kommen wir inzwischen nicht mehr aus, obwohl der Staat eigentlich dafür verantwortlich ist, dass Bedürftige so versorgt sind, dass ihnen ein einigermaßen auskömmliches Leben möglich ist“, sagt Klaus Wicher.

 

Öffnungszeiten

Tafel Harburg

Buxtehuder Straße 31
dienstags bis freitags:
10 bis 13 Uhr;
dienstags nur mit Schwerbehindertenausweis;
Pflegedienste 11 bis 12 Uhr

Ausgabestelle Neuwiedenthal

Lange Striepen 3a
dienstags,
12.30 bis 15.30 Uhr

Wichtig; Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden, etwa durch einen Bescheid des Jobcenters oder eine Rentenbescheinigung.

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