Leif Möller und Towers-Sportdirektor Marvin Willoughby bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Towers
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Basketball: Der 17-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs erzielte in der U19-Bundesliga im Schnitt 16,1 Punkte

Siegmund Borstel, Wilhelmsburg

Die Hamburg Towers holen ein Juwel aus ihrer Nachwuchsabteilung in den Profikader. Leif Möller (17) wird mit einem Vertrag ausgestattet, der es ihm ermöglicht, neben den Partien beim Kooperationspartner SC Rist Wedel auch Einsätze für die Towers in der easyCredit Basketball Bundesliga zu absolvieren. Das 1,95 Meter große Nachwuchstalent soll perspektivisch die Guard-Positionen der Wilhelmsburger aufwerten.

In der abgelaufenen U19-Bundesliga erreichte er einen Schnitt von 16,1 Punkten, 3,2 Rebounds, 3,3 Assists, 2,9 Steals sowie herausragende 45,1 Prozent von der Dreierlinie. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB markierte er für Wedel unter Towers-Co-Trainer Benka Barloschky in sieben Begegnungen 2,1 Zähler.

Der enge Kontakt zu Barloschky sei neben dem guten Draht zu Jugendkoordinator Thore Pinkepank ausschlaggebend gewesen für seine Entscheidung, in Hamburg zu unterschreiben. Der gebürtige Wedeler wird nach den Ferien die zwölfte Klasse der Eliteschule des Sports am Alten Teichweg besuchen: „Mir ist in den vergangenen Jahren deutlich geworden, dass ich in Hamburg sehr gut betreut und gefördert werde. Die Ausgangssituation mit Spielmöglichkeiten in der NBBL, ProB und BBL ist ziemlich gut. Ich hoffe, durch starke Trainingsleistungen die Aufmerksamkeit des neuen Cheftrainers zu bekommen und dem Team dadurch zu helfen“, sagt Möller, dessen Vater Olaf Ende der 1990er-Jahre selbst in der 1. Bundesliga für die TVG Trier aktiv war.

Während der Senior vorrangig auf den großen Positionen beheimatet war, trifft auf seinen Filius eher die Beschreibung eines Combo Guards zu. Das Scoring, Spielverständnis und die Entscheidungsfindung bei geringer Ballverlustquote zählen zu seinen Stärken. An der Athletik und Kraft muss er dagegen noch arbeiten.

„Die Vertragsunterzeichnung ist eine Verpflichtung für uns, mit dem Jungen zu arbeiten, vor allem aber an ihn, nun noch mehr zu investieren, um nicht ewig ein Talent zu bleiben, sondern auf und abseits des Spielfelds zu einem richtigen Profi heranzureifen. Das Talent hat Leif als großer, offensiv potenter Guard allemal. Er verkörpert den modernen
Basketball“, lobt Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby.

Dem Kader für die kommende Saison gehören somit bislang folgende Spieler an: Jannik Freese, Justus Hollatz, Kevin Yebo sowie die Doppellizenzler Jürgen Rich und Möller.

 

Pedro Calles wird Towers-Trainer

Pedro Calles wird neuer Cheftrainer der Hamburg Towers. Der 36-Jährige gilt als eines der größten Trainertalente Europas und kommt vom Liga-Rivalen RASTA Vechta, wo er Gebrauch von einer Ausstiegsklausel gemacht hat. In Hamburg erhält der Spanier eines Zwei-Jahres-Vertrag bis zum Ende der Saison 2021/22.

„Pedro war der absolute Wunschkandidat. Wir wissen, wo wir in unserer noch kurzen BBL-Geschichte stehen, aber auch, wo wir hinwollen. Ich glaube, Pedro vereint alle Fähigkeiten, die es benötigt, gemeinsam unsere Ziele zu erreichen, uns in der Liga zu etablieren. Er hat die Stärke, alles aus seinen Spielern herauszuholen und in den vergangenen beiden Saisons bewiesen, dass er ein überdurchschnittlicher BBL-Coach ist“, sagt Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby über den Andalusier.

 

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