Hospizleiterin Britta True (l.) und Dr. Simone Thiede, Spendenbeauftragte beim Harburger Roten Kreuz, am neu errichteten Holzpavillon. Foto: DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg
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DRK/Siegmund Borstel, Hamburg-Süd

Seine letzten Tage hatte Thomas Völsch im November 2017 im DRK-Hospiz in Langenbek verbracht. Nach dem Tod des Bezirksamtschefs bat die Familie statt zugedachter Kränze oder Blumen um Spenden für das Haus, in dem Menschen sich in Würde vom Leben verabschieden können.

Die Idee von Hospizleiterin Britta True, die eingegangene Summe für einen Gartenpavillon zu verwenden, fand die ausdrückliche Zustimmung von Susanne Völsch, der Ehefrau des Verstorbenen.

Kraft schöpfen in lauschiger Ecke im Hospizgarten

Danach verzögerte sich allerdings die Umsetzung, denn es musste zunächst ein Platz im Garten ausgesucht, ein geeigneter Pavillon ausgewählt und bestellt und das Erdreich gründlich vorbereitet werden.

„Dabei war uns Gerrald Boekhoff, unser Kuratoriumsmitglied und Nachbar hier am Blättnerring, mit seiner Erfahrung als Landschaftsgärtner sehr behilflich, wofür wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken“, erklärt Britta True.

Die Holzkonstruktion, die nun in einer lauschigen Ecke im rück- wärtigen Hospizgarten steht, hat einen Durchmesser von etwa drei Metern. Drei Personen können mit Corona-Abstand gut darin sitzen. „In Kürze werden wir noch passende Möbel anschaffen, so dass unsere schwerkranken Gäste hier eine sehr schöne und komfortable Rück- zugsmöglichkeit vorfinden.

Großer Dank an die Familie Völsch und die Spender

Aber auch die Pflegekräfte und die übrigen Mitarbeitenden im Team können dann hier für einige Augenblicke Kraft schöpfen“, freut sich die Hospizleiterin. „Unser großer Dank gilt der Familie Völsch sowie allen, die gespendet haben.“ Auch eine Gedenkplakette, die an Thomas Völsch erinnert, soll noch angebracht werden.

Das DRK-Hospiz für Hamburgs Süden in Langenbek bietet Platz für zwölf Gäste in der letzten Lebensphase. Der Aufenthalt ist für die Gäste kostenlos. Einen Teil der laufenden Kosten sowie besondere Aufwendungen muss das Harburger Rote Kreuz aus Spenden finanzieren.

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