Anuschka Blockhaus verkauft Matjes auf dem Harburger Wochenmarkt. Foto: Kreller

Wie ist die Stimmung auf den Wochenmärkten? Marktbeschicker berichten

Niels Kreller, Hamburg-Süd

Dem über 400 Jahre alten Harburger Wochenmarkt konnte auch Corona nichts anhaben. Foto: Kreller

Wochenmärkte hatten in Hamburg auch während der Hochphase der Corona-Pandemie immer geöffnet. Aber auch hier galten und gelten Hygienevorschriften – für Marktbeschicker und für Kunden. Abstand, Mundschutz, Spukschutz, Schlangen vor den Ständen: Das gehört hier längst zum gewohnten Bild.

Adolf Palm vom Obsthof Palm aus Jork, freut sich, dass seine Kunden wieder zu ihm auf den Neugrabener Markt kommen. „Sie kommen gerne hier her – lieber als in die überfüllten Supermärkte“, so Palm. Zum Höhepunkt der Krise seien sogar mehr Kunden dagewesen als sonst zu der Jahreszeit. Das Einhalten der Hygieneregeln klappt hier. „Die Neugrabener sind sehr diszipliniert und freuen sich, dass der Wochenmarkt die ganze Zeit über da war und sie ihre Lebensmittel einkaufen konnten“, berichtet Palm. „Viele haben sich auch persönlich bedankt.“

Ähnlich sieht es auf dem Harburger Wochenmarkt aus. „Wir sind alle immer noch sehr bemüht, uns an die Auflagen zu halten“, erzählt Anuschka Blockhaus, die an ihrem Matjesstand steht. „Ich bin ja froh und dankbar, dass wir hier stehen können, denn das war ja lange nicht klar.“ Etwas problematisch sieht Anuschka Blockhaus die Maskenpflicht. „Ich finde, dass durch die Maske das Aufpassen aufeinander abgenommen hat. Man achtet nicht mehr so auf den Abstand und fühlt sich sicher.“

Auch die Kunden der Wochenmärkte kommen wieder gerne hierher und fühlen sich sicher. „Ich gehe gerne auf den Harburger Wochenmarkt, weil ich dort regionale Produkte von zumeist bekannten Händlern erwerben kann“, so Marktbesucher Michael Heitefuß. „Gerne gibt es auch eine Spreewälder Gurke to go oder zum Nachtisch einen Cookie vom Holzofenbäcker. Wenn dann auch gerade die Armbanduhr streikt, kann man am Wagen des Uhrmacherservice die Batterie tauschen lassen und derweil noch Brötchen für die hungrigen Mitmenschen zuhause einkaufen.“

Der Großteil der Besucher, berichtet Heitefuß seine Beobachtung, „hält sich an die Abstandsregeln und trägt Mundschutz.

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