Mike Süsser von T + S Automobile hat mit seiner freien Autowerkstatt die Coronazeit gut überstanden. Foto: jbd
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So läuft es in den Autowerkstätten und im Autohandel im Hamburger Westen

Jasmin Bannan, Hamburg-West

Für den Autohandel kam die Corona-Pandemie einer Vollbremsung gleich. Während Mitte März Showrooms geschlossen werden mussten und der Verkauf still stand, konnten Werkstattbetriebe und der Onlinehandel fortgeführt werden. Das Elbe Wochenblatt hat bei Autohäusern und Werkstätten nachgefragt, wie der Betrieb coronabedingt litt und jetzt wieder anläuft.

Das Tagesgeschäft lief während des Lockdowns André Guergen hat sich mit seinem Kfz-Meisterbetrieb in der Elbchaussee auf Touren- und Sportwagen spezialisiert und hat bereits im Februar eine Veränderung bei seinen Kunden festgestellt: „ Schon vor dem Lockdown ist das Tagesgeschäft wie beispielsweise der Radwechsel weggebrochen, das Telefon waren nahezu still. Ich bin nun in der glücklichen Lage, dass ich mich hier um meine Großaufträge kümmern konnte: Motoreninstandsetzung von Oldtimern und Sportwagen. Aber: Womit ich meine Werkstatt und meine Mitarbeiter monatlich bezahle – das fiel weg und macht eine Umsatzeinbuße von 20-25.000 Euro netto aus.“ Jetzt, so berichtet Guergen, läuft das Tagesgeschäft wieder und er und seine Mitarbeiter haben gut zu tun – natürlich mit Abstand.

Mike Süsser, Inhaber von T + S Automobile im Pinguinweg in Stellingen, ist ebenfalls gut durch die Zeit des Lockdowns gekommen. „Wir haben durchgängig arbeiten dürfen und haben das auch getan“, so Süsser dankbar. „Wir haben die Autos und die Kunden draußen entgegengenommen und somit gab es keine Berührungspunkte. Wir haben natürlich bemerkt, dass die Menschen vorsichtiger sind, aber im Großen und Ganzen ging das Tagesgeschäft wie immer weiter. Lediglich Ende Februar/Anfang März gab es ein, zwei Tage wo angekündigte Kunden ihre Termine nicht wahrgenommen haben.

Der Kfz-Meisterbetrieb Mertsch & Zander GmbH hat während der Lockdown-Zeit zwei Wochen die Tore geschlossen – freiwillig und um die Mitarbeiter und deren Familien zu schützen. „Viele unserer Angestellten haben kleine Kinder – da wollten wir kein Risiko eingehen“, so Inhaberin Monika Mertsch. Grundsätzlich hat Kraftfahrzeugmeisterbetrieb in Eimsbüttel allerdings nichts von den Corona bedingten Schließungen bemerkt: „Ganz im Gegenteil“, lacht Monika Mertsch. „Die Menschen hatten mehr Zeit, um sich um die Autos zu kümmern. Nichts destotrotz: Wir bitten unsere Kunden, eine Mundnasenbedeckung zu tragen, wir arbeiten hinter einer Plexiglasscheibe und desinfizieren die Fahrzeuge unserer Kunden bevor und nachdem sie bei uns in der Werkstatt waren“.

Wolfram Petrick, Inhaber der Petrick KG Automobil- und Motorradvertrieb in Stellingen, blickt trotz der Corona-Krise weiterhin positiv in die Zukunft. „Auch wenn unser Verkauf natürlich komplett eingebrochen ist, bin ich dankbar, dass wir nicht nur um Kurzarbeit herumgekommen sind, sondern auch alle Mitarbeiter mitgenommen haben – viele sind schon 20 bis 30 Jahre bei uns; in dieser Krise sind wir zusammen gerückt. Unser Werkstattgeschäft lief konstant weiter und ich bin wirklich stolz auf unser Team, wie alle in dieser Zeit wie alle an einem Strang gezogen haben.“

Die Belegschaft der Petrick KG in Stellingen ist in Zeiten des Corona-Virus zusammengerückt. Foto: jbd

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