Anna von Seherr-Thoss, Susanne Wagner, Heike Grunewald und Cornelius Motschmann (Schulleiter Gymnasium Dörpsweg) freuen sich mit den Preisträgern Ilse und William (v.l.). Foto: pr
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Schüler des Gymnasums Dörpsweg bei Hamburger Märchentagen ausgezeichnet

Jasmin Bannan, Eidelstedt

„Der Jury ist es in diesem Jahr besonders schwer gefallen, ein Ranking festzulegen“, berichtet Heike Grunewald. Auch aus Eidelstedt kommen preiswürdige Märchen, daher überreichte die Gründerin der Hamburger Märchentage gemeinsam mit Projektkoordinatorin Susanne Wagner am Gymnasium Dörpsweg zwei Preise an Schüler aus dem fünften Jahrgang für den diesjährigen Hamburger Märchenwettbewerb geschrieben haben.

Das Thema war „Norwegen“, jetzt geht es ums Wünschen

Von den 700 eingereichten Märchen erreichte das von Ilse Peters (5c) Platz elf, das von William Lohrke (ebenfalls 5c) sogar den zweiten Platz. Dass gleich 700 Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge fünf und sechs am Wettbewerb teilnahmen, war beinahe Rekord. An 35 Hamburger Schulen hatten Kinder aus 81 Klassen unter dem Motto „Durchs Nordmeer ins Reich der Trolle“ eigene Märchen verfasst und eingereicht. Auch 24 Schüler und Schülerinnen des Gymnasium Dörpsweg waren vertreten.

Die 20 bestbewerteten Märchen erhielten nun ihre Auszeichnungen – anders als sonst nicht in der Zentralbibliothek, sondern coronabedingt an den Schulen selbst.

Man soll auch zeigen, dass man jemanden wertschätzt
William Lohrke,
Schüler Gymnasium Dörpsweg

Williams’ Märchen „Das Geschenk der Dankbarkeit“ überzeugte die Jury besonders durch eine „beeindruckende Darstellung von Tugenden und Werten“. Zu den Qualitäten des Märchens zählen klug gestaltete Dialoge und das runde Ende. „Man soll auch zeigen, dass man jemanden wertschätzt“, erklärt William das Motiv der Dankbarkeit aus seinem Märchen. Dabei strahlt er, als er seine Urkunde für den zweiten Platz und seine Preise entgegen nimmt, darunter einen Gutschein für einen Film- und Theaterworkshop beim Theater Zeppelin sowie ein Wahlabonnement für das Junge Schauspielhaus.

Auch Ilse Peters wurde mit Gutscheinen für den elften Platz geehrt, den ihr Märchen „Der verschwundene Nordstern“ erreichte. Im Mittelpunkt steht ein verarmtes Mädchen, mit dem sich der Leser auf die Reise von England nach Norwegen macht und dabei Abenteuern und sprechenden Tieren begegnet. Auch die Suche nach dem Nordstern führt zu einer sehr runden und sprachlich beeindruckenden Erzählung.

Die Märchen waren im Rahmen der Begabungsförderung entstanden und von Anna von Seherr-Thoss begleitet worden. Sie hatte die Kinder zunächst auf das Thema und den Bezug zu Norwegen eingestimmt und beim Gestalten der Märchen betreut. Während bei den Wettbewerben zuletzt stets Regionen und Länder – wie diesmal Norwegen – das Motto bestimmten, soll es im nächsten Schuljahr aus Anlass der aktuellen Einschränkungen um „Märchen von Wünschen, Glück und Zuversicht“ gehen.

❱❱ www.hamburger-maerchentage.de
gd.hamburg.de

 

Wettbewerb

Seit 2003 finden die Hamburger Märchentage alljährlich statt. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen Lust auf das Lesen und Vorlesen zu machen. Das Märchenbuch steht auch heute noch für den
ersten Kontakt zu Büchern: Gründerin Heike Grunewald: „Die Literaturgattung Märchen bietet Kindern eine Gelegenheit, um auf träumerische Art und Weise andere Länder, Regionen und Kulturkreise kennenzulernen.“ JBD

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