Das Harburg Huus. Foto: Silja Hansen
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Botschaft der Parteien an Investor: ohne die Obdachloseneinrichtung kein Bebauungsplan

Reinhard Schwarz, Hamburg-Süd

Besteht noch Hoffnung, das „Harburg Huus“ an seinem jetzigen Standort zu erhalten? Bekanntlich haben die neuen Eigentümer des Areals zwischen Außenmühlenweg, Hohe Straße und Rote-Kreuz-Straße der Obdachloseneinrichtung des DRK Harburg zum April 2021 gekündigt. Der Investor, die Urban Space Immobilien Entwicklungsgesellschaft, will einen großen Teil des Bereichs neu bebauen. Geplant sind sowohl Wohnungen als auch Gewerberaum. Eine Stellungnahme von Urban Space zu den Plänen hinsichtlich des „Harburg Huus“ lag bei Redaktionsschluss nicht vor.

Derzeit bestehen gute Chancen, dass das „Harburg Huus“ an seinem Standort bleiben darf. Der für die Pläne des Investors erforderliche Bebauungsplan „Wilstorf 43“ wird in der Bezirksversammlung nur eine Mehrheit finden, wenn vorher eine Regelung zum Erhalt des Harburg Huus getroffen wurde – etwa durch einen städtebaulichen Vertrag zwischen Investor und Bezirk. Hierfür steht eine Mehrheit der Abgeordneten von SPD, Grüne und Linke.

eim Roten Kreuz will man sich offensichtlich nicht allein auf eine politische Lösung des Problems verlassen. „Wir sind aktuell dabei, einen neuen Standort für das ‚Harburg Huus‘ zu suchen“, erklärt Thorben Goebel-Hansen, Leiter der Einrichtung. „Das Haus ist seit seiner Gründung 2018 ein Erfolgsmodell. Wir hatten im Jahr 2019 rund 4.000 Übernachtungen und führten etwa 2.500 Beratungsgespräche.“

❱❱ www.harburg-huus.de

 

Harburg Huus

Im „Harburg Huus“ finden bis zu 15 Obdachlose eine zeitweilige Unterkunft, es ist die einzige Einrichtung dieser Art südlich der Elbe. Und die einzige, die Menschen mit Hunden akzeptiert. Das ist einmalig in der Hansestadt. Obdachlose mit Hunden werden in der Regel abgewiesen.

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