Ein Bild aus der Vor-Corona-Zeit: aKaPelle aus Eidelstedt. Foto: Archiv/pr
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Eidelstedter „aKaPelle“ probt draußen und auf Abstand

Die Dachterrasse ersetzt den Proberaum. „Auch wenn unsere Stimmen sehr gut harmonieren und wir alle vier erfahrene Sänger sind – so muss doch das eine oder andere Lied öfter geprobt werden, und ob die Nachbarn das immer so toll finden, weiß ich nicht“, sagt Christiane Grebita und lacht.
Die 41-jährige Physiotherapeutin und Mezzosopranistin ist Teil des vierköpfigen A-cappella-Ensembles „aKaPelle“ aus Eidelstedt, das vor sechs Jahren gegründet wurde. Normalerweise wird in den Gemeinderäumen der evangelischen Kirchengemeinde Eidelstedt geprobt. „Aufgrund der Corona-Situation können wir zurzeit dort nicht hinein. Daher mussten wir improvisieren und sind kurzerhand auf meine Dachterrasse ausgewichen, Proben im Freien und auf Abstand – und mit den Nachbarn als Zuhörer“, so Grebita. „Nicht ideal, aber es klappt ganz gut.“
Wann die Sänger, neben Grebita gehören Andrea Effinger, Sopran, Julia Düster, Alt, und Stephan Schäfer, Bass, zur Band, wieder normal proben können – die vier wissen es nicht. Wann die Bühnen in Hamburg und Umgebung wieder für sie und andere Künstler offen stehen, kann niemand sagen. „Wir hatten auf den Herbst gehofft, aber nun kann es auch gut sein, dass es von uns in diesem Jahr gar keine Konzerte mehr geben wird“, so Grebita, die ausgebildete Musicaldarstellerin ist. „In Bezug auf die derzeitige Lage können wir schon froh sein, dass wir allesamt nicht im Hauptberuf Sänger sind, und nicht von der Musik leben müssen.
Die Corona-Krise trifft die Künstler extrem hart. Die meisten Veranstaltungen dürfen nicht stattfinden, und die Kollegen sind damit in ihrer beruflichen Existenz bedroht.“
Auch „aKaPelle“, deren Name durch einen Zufall entstand, als eine Zuhörerin mit dem Begriff „a cappella“ nichts anfangen konnte und immer „Kapelle“ gesagt habe, durften monatelang nicht für Proben oder Absprachen zusammen kommen. „So haben wir dann unser neuestes You Tube-Video zu ,Die Gedanken sind frei’ dann auch erstmals anders aufgenommen, als sonst“, weiß Grebita. „Wir mussten auch hier improvisieren, da jeder für sich zuhause seinen Part gesungen und gedreht hat und alles dann professionell vom Produzenten und mir zusammengeschnitten wurde. Besondere Zeiten erfordern natürlich auch von uns Sängern besondere Wege.“
❱❱ Wer das Ensemble buchen möchte, findet unter www.akapelle.de nähere Informationen und Videos.

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