„Sandy“ ist eine „RealDoll“, eine vergleichsweise echt wirkende und teure Form von Sex-Puppen. Foto: www.dsdoll.com/Wikimedia
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Sabine Langner, Hamburg-Süd. Mitte März hatte in Neugraben am Stremelkamp ein ganz besonderes Geschäft eröffnet: „Dream Dolls“ – ein Bordell, in dem sich die zumeist männlichen Kunden ausschließlich mit lebensgroßen Sexpuppen vergnügen konnten. Inzwischen ist Hamburgs erstes „Puppen-Bordell“ wieder geschlossen, die Website wurde vom Netz genommen. Die Geschäftsführerin, die sich Tanja de Toledo nennt, ist telefonisch nicht erreichbar.
Die Hamburger Behörden sind eingeschritten. „Die Gesundheitsbehörde prüft aktuell, ob die Einrichtung nach Rechtsverordnung eine Einrichtung der Freizeitaktivität ist oder unter das Prostitutionsschutzgesetz fällt“, erläutert Dennis Imhäuser, Pressesprecher des Bezirksamts Harburg.
In Asien erfreuen sich die Liebespuppen aus Silikon großer Beliebtheit. Auch in Deutschland gibt es eine Szene dafür. „Hier kannst Du unsere Real Dolls kennenlernen, jede unserer Sexpuppen hat ganz bestimmte Vorlieben und Charaktereigenschaften – schau einfach mal rein“, hieß es auf der Internetseite des Neugrabener Puppen-Bordells.
Geworben wurde mit abschließbaren und auch barrierefrei zugänglichen Räumen. Gebucht werden konnten die Puppen für 30, 60, 90 oder 120 Minuten. Kosten: zwischen 60 bis 120 Euro, Kondome inklusive. Wer seine Josy, Aurelie oder Lisa mit nach Hause nehmen wollten, musste deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Wegen der Corona-Pandemie sind Bordelle noch bis mindestens 30. Juni geschlossen. „Die Erbringung sexueller Dienstleistungen im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes ist grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch für den Betrieb von Gewerben im Bereich sexueller Dienstleistungen, die nicht unter das Prostituiertenschutzgesetz fallen“, hat die Hamburger Gesundheitsbehörde festgelegt.
Wann und ob der erste Hamburger „Puppen-Puff“ wieder öffnen kann, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Von Sexpuppen
gibt es im Wesentlichen zwei Hauptvarianten: Gummipuppen, die aufgeblasen werden und „Real Dolls“, die von Größe und Aussehen her Schaufensterpuppen ähneln.
Beiden Typen gemeinsam ist, dass sie (oft mit Vibratoreffekt versehene) Öffnungen besitzen, die einen koitusähnlichen Verkehr erlauben. Auch bewegliche Glieder finden sich zumindest bei den teureren Exemplaren beider Typen.
Manche Hersteller versuchen sogar, Atmung und Orgasmus (bis hin zur Hauterwärmung) zu imitieren.
Die Preise für Sexpuppen im Handel reichen von zehn Euro für aufblasbare Gummi-Puppen bis hin zu mehreren tausend Euro für Luxus-Puppen aus hautähnlichem Material. Quelle: Wikipedia

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