Sabine Köster und Andreas Bernau (beide SPD-Bezirksfraktion) auf dem Flottbeker Wochenmarkt. Foto: pr
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Investor will Marktfläche verlagern und Wohnungen und Läden auf der Freifläche bauen

Horst Baumann, Flottbek

Ein privater Investor hat ein Auge auf das Gelände des Flottbeker Wochenmarkts geworfen. Das hat die Antwort des Bezirksamt Altona auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Andreas Bernau ergeben. Bislang hatte es um die Zukunft dieses Filetstücks, wo mittwochs und sonnabends die Marktbeschicker ihre Waren anbieten, nur Geraune in der Nachbarschaft gegeben.

Seit Ende 2018 will ein Privatunternehmen dort Gewerbe und Wohnungen in drei bis fünfgeschossiger Bauweise errichten. Der Investor will den Wochenmarkt nach Westen auf eine Teilfläche des Aldi-Supermarkts und des Rückhaltebeckens südlich des Flottbeker Marktwegs verlagern. Das Unternehmer hat dem Bezirksamt seine großen Pläne mit dem Markt bereits vorgestellt.

Es handelt sich hierbei um eine sehr beliebte Marktfläche und eventuelle Änderungen müssen mit den Anwohnern und der Bezirkspolitik besprochen werden.
Andreas Bernau, SPD

„Ob und wie die Planungsidee umgesetzt werden könnte, ist noch offen“ heißt es in der Stellungnahme des Bezirksamts. Dazu wäre ein Bebauungsplanverfahren mit der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung der Ö̈ffentlichkeit erforderlich. Andreas Bernau: „Es ist wichtig, dass die Menschen im Stadtteil bei diesem Thema mit dabei sind und umfangreich mit eingebunden werden. Es handelt sich hierbei um eine sehr beliebte Marktfläche und evtl. Änderungen müssen mit den Anwohnern und der Bezirkspolitik besprochen werden.“

Darüber wie groß das Gelände ist, staunten im Juli 2019 die Besucher bei der NDR Sommertour. Als Kool & The Gang Groß-Flottbek die bislang größte Menschenmenge seiner Geschichte bescherten, feierten 13.000 auf dem Marktgelände. Und es wäre in Nicht-Coronazeiten durchaus noch mehr Platz für Feiernde auf einer der wenigen noch verbliebenen Freiflächen im Westen gewesen.

13.000 Menschen auf dem Gelände des Wochenmarkts. So sah es beim Konzert von Kool & The Gang im Juli 2019 aus. Foto: Archiv/cvs
Um diese Flächen geht es. Grafik: Bezirksamt Altona

3 KOMMENTARE

  1. Freunde , Bekannte, Generationen unserer Familie besuchen den Flottbekam Markt regelmäßig.
    So wie er ist, gehört er zum Flottbeker Leben. Wie beliebt der Markt ist, kann ein Besuch zeigen.
    Gibt es denn keinen Raum für Traditionen mehr?
    Für eine Umsiedelung ein Biotop zu zerstören ?

    Hoffentlich bleibt uns der Markt an DIESER STELLE erhalten.
    Mit freundlichen Grüßen I. Mumme

  2. Seit ich im April 2012 wieder nach Hamburg gezogen bin – ich lebte bis dahin in England, kommer aber gebürtige Hamburgerin – gehe ich jeden Samstag zum Flottbeker Markt, weil ich dort frisches Gemüse, gute Fleischwaren und Brot/Bröttchen bekomme. Parken ist auch genügend vorhanden.
    Ich würde es als sehr traurig finden, wenn das anders würde u.U. die jetzigen Anbieter nicht mehr kommen würden, weil nicht genügend Platz für die jetzigen Stände vorhanden ist.
    Dieser Markt in seiner jetzigen Größe und den darin angebotenen Waren, sind eine Einrichtung, die wir in Osdorf und Umgebung als traditionell ansehen.
    Daher Hände weg von einer Umsiedelung
    Mit freundlichen Grüßen Elke, die Hamburgerdeern

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