Der Traditionsverein Altona 93 erlebt derzeit eine turbulente Phase. Grafik: pr
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Der ehemalige St. Pauli-Coach Andreas Bergmann will den AFC in der Regionalliga etablieren – Kapitän Schultz geht von Bord

Horst Baumann / Sven Taucke, Hamburg-West

Jetzt ist es fix: Andreas Bergmann wird neuer Trainer von Altona 93. Der ehemalige Coach des FC St. Pauli, Hannover 96, dem VfL Bochum und Hansa Rostock hat einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben. Er wird Nachfolger von Berkan Algan, den der Klub trotz eines noch ein Jahr laufenden Vertrags entlassen hatte.
Für Bergmann war wichtig, dass der AFC weiterhin in der Regionalliga spielt. Die Vereine der vierten Liga hatten sich dafür ausgesprochen, die Saison coronabedingt ohne Absteiger abzubrechen. Der AFC hatte vor dem Saisonabbruch auf einem Abstiegsplatz gelegen und drohte, in die Oberliga Hamburg abzusteigen.

Richard Golz, der neue sportliche Leiter, begleitete Bergmanns Amtsantritt mit Vorschusslorbeeren: „Altona 93 soll als Hamburger Traditionsklub wieder fester Bestandteil der Regionalliga werden und sich auch im Nachwuchs stetig weiter entwickeln. Andreas Bergmann hat viele Jahre als Cheftrainer im Profibereich gearbeitet und verschiedene Bundesliga-Nachwuchsleistungszentren erfolgreich aufgebaut. Er ist Diplom-Sportlehrer, Fußball-Lehrer und passt zudem von seiner Persönlichkeit optimal in unseren Verein. Ich freue mich sehr, gemeinsam mit ihm diese Aufgabe anzugehen.“

Als Hamburger hat Bergmann die Entwicklung des AFC verfolgt: „Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung, Altona 93 als feste Größe im Hamburger Fußball zu etablieren. Hier wird sportlicher Ehrgeiz mit der Ambition vereint, gemeinsam mit dem Jugendbereich neue Wege gehen zu wollen. Eine Kombination, die extrem reizvoll ist.“ Bergmanns Co-Trainer wird Philipp Körner, selbst langjähriger Spieler in Altona.

Dirk Barthel sieht guten Mutes in die Zukunft

Dirk Barthel, Erster Vorsitzender von Altona 93, fasste zusammen: „Die letzten Wochen waren wirklich turbulent. Aber wir freuen uns nun perfekt für die anstehenden Aufgaben im Zuge der Neuausrichtung der sportlichen Führung der Regionalligamannschaft aufgestellt zu sein.“

Nach dem Abgang von Torwart und Fanliebling Tobias Grubba (er geht zum Oberligisten Niendorfer TSV) musste der AFC am Montag die nächste traurige Nachricht vermelden. Mit Kapitän Marco Schultz wird den Verein eine weitere Identifikationsfigur verlassen. Der 28-jährige kam 2016 von Norderstedt nach Altona und wird sein Glück nun in der österreichischen Regionalliga West beim SC Imst versuchen.

Aber damit nicht genug: Einige Vertragsverlängerungen konnte der AFC allerdings auch vermelden: Leon Mundhenk, Niklas Siebert und Torwart Nathanael Obeng Sallah werden weiterhin die Fans in der Adolf-Jäger-Kampfbahn begeistern.

 

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