Sammeln Wünsche und Anregungen für das neue Bildungshaus: Schulleiter Stephan Ropeter (r.) und Jens Bendixen-Stach. Foto: WW
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Marode Grundschule der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg bekommt einen Neubau

Wolfgang Wittenburg, Süderelbe

Nun gibt’s doch einen Neubau statt dauernder Reparaturen und Sanierungen. Das teilte die Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg mit. Mit rund 1.700 Schülern ist die STS Fischbek-Falkenberg FiFa die zweitgrößte Schule Hamburgs. Zwei Standorte gehören dazu: die Vor- und Grundschule sowie vier Sportklassen am Falkenberg, in Fischbek ist der größere Ober- und Mittelstufen-bereich beheimatet. Während dieser für rund 18 Millionen Euro neu gebaut wurde, blieb der Standort Falkenberg am Heidrand 5, das ewige Sorgenkind der STS FiFa.

Zuletzt ordentlich Streit wegen der Toiletten

Deshalb hatten Schulleiter Stephan Ropeter und Jens Bendixen-Stach, Bauexperte der Schule, dringend einen Schulneubeubau mit Kindertagesstätte und Ganztagsangebot
gefordert. Denn die 1951 gebauten Räume der 286 Grundschüler stehen – zum Beispiel durch muffigen Geruch und bullige Heizkörpern – für Schule von vorgestern. Längst sind auch die Sporthalle (Baujahr 1956), Aula und Falkenberghalle (von 1962) in die Jahre gekommen. Wann der erste Spatenstich erfolgt, steht noch nicht fest, aber Schulleiter Ropeter ist zuversichtlich: „Wir freuen uns darüber, dass wir ein neues und modernes Grundschulgebäude bekommen. Dafür nehmen wir in Kauf, dass rund 200 Schüler eine Zeitlang in mobilen Klassenräumen beschult werden.“

Zuletzt gab es großen Zoff von Seiten der Eltern um die Sauberkeit des Sanitärbereichs. Der wird zwar täglich gereinigt und es bestand nie eine gesundheitliche Gefährdung für die Kinder – das ergaben zwei vom Elternrat eingeforderte Überprüfungen durchs Gesundheitsamt. Trotzdem steht nun zusätzlich ein Toiletten-Container auf dem Schulhof.
Und das sagt Sabine Horn, seit zehn Jahren im Elternrat: „Wir unterstützen unsere Schulleitung in der Forderung, dass das alte Schulgebäude in den Sommerferien abgerissen wird, damit im kommenden Schuljahr endlich mit dem Bau der neuen Grundschule begonnen werden kann.“

18 Container, jeweils zweigeschossig, sollen aufgestellt werden. Bis zu den Sommerferien soll der Umzug der jeweils vier Klassen von 1 bis 4 und 5 bis 6 vonstatten gegangen sein. Das H-förmige Mittelgebäude und Hausmeisterhaus sollen in den Sommerferien abgerissen werden, der Schulhof soll vom Parkplatz getrennt werden.

Alle Kita-Kinder gehen in die angegliederte „Kita Hotzenplotz“, mit direktem Zugang vom Schulgelände. Zwei Jahre Bauzeit sind geplant. Fertigstellung ist entsprechend wohl frühestens Mitte 2022.

 

Das sagt die Schulbehörde

Warum hat die Schulbehörde einen Neubau einer Sanierung vorgezogen?
Peter Albrecht (Sprecher der Schulbehörde): „Resultierend aus dem Schulentwick-lungsplan ergibt sich ein erhöhter Flächenbedarf für den aktuellen Schulstandort. Nach einer erfolgten Bewertung der vorhandenen Bausubstanz, zum Beispiel der Untersuchung der im Bestandsgebäude verwendeten Baumaterialien, die den heutigen Gesundheits- und Umweltaspekten nicht mehr entsprechen, wurde ein Neubau einer Sanierung aus wirtschaftlichen Gründen der Vorzug gegeben.“

Wann wird mit dem Baubeginn gerechnet?
„Gemäß aktueller Terminplanung ist der Baubeginn für das 2021 geplant.“

Wie hoch werden die geplanten Kosten für den Neubau der Vor- und Grundschule sein?
„Gemäß aktuellem Rahmenplan sind rund 10 Millionen Euro für den Neubau veranschlagt.“

Wie sieht der vorgesehene Bauverlauf aus?
„Die Planung für den Neubau wurde begonnen, die Baufreigabe ist noch in diesem Jahr, die Baugenehmigung und der Rückbau des ehemaligen Schulgebäudes im Frühjahr 2021, der Baubeginn für den Neubau Sommer 2021 und die Fertigstellung für den Neubau für den Herbst Jahr 2022 geplant. Im Schatten dieser Terminplanung erfolgen die Sanierungsmaßnahmen am Schulstandort.“

Wie ist der Stand der Planung: Werden Kita und Mensa integriert oder ausgegliedert werden?
„Hierzu erfolgen aktuell noch Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Abstimmungen.“

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