Wenn ein Buch fertig ist, lesen es die eigenen Kinder zuerst: Jakob, Hanno und Fritzie (v.l.n.r.) im Garten mit Autorin und Mama Ute Vaut. Foto: wit
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Wolfgang Wittenburg, Süderelbe. Für Unternehmungslustige haben Hamburg und Umland einiges zu bieten. Die Auswahl fällt oft schwer. Ein Ratgeber müsste her – und den gibt es jetzt: „Dein Hamburg – Mausschlaue Freizeittipps“ heißt das neue Sachbuch der Reihe zum TV-Erfolg „Die Sendung mit der Maus“. Geschrieben hat das kompakte Taschenbuch mit 60 Freizeit-Tipps Ute Vaut aus Süderelbe.
Die Autorin stammt aus Ostfriesland, hat schon als Kind Geschichten geschrieben und sich immer für Sprache interessiert. Vor einem Jahr ist Ute Vaut (41) mit Ehemann Ansgar (47, gebürtig aus Hausbruch) und ihren Kindern Jacob (9), Hanno (7) und Nesthäkchen Fritzie (4) nach Fischbek gezogen, ins Neubaugebiet auf dem ehemaligen Kasernengelände.
Erst hatte die Journalistin viele Jahre in einem großen Hamburger Konzern in der Kommunikation gearbeitet. Wegen der Kinder – und weil sie sich mit Teilzeit schwer tat – arbeitet die Kulturwissenschaftlerin heute frei als Journalistin und Bloggerin (www.ahoikinder.de). Dort berichtet sie über Ausflüge und Freizeit-Ideen mit Kindern in und um Hamburg. Das Wochenblatt sprach mit der Expertin fürs Thema ,Hamburg mit Kindern‘.

Welche Vorgaben hatten Sie bei diesem Buch?
„Das Besondere ist, dass die Leser nicht nur erfahren, wohin sich ein Ausflug lohnt, sondern dass jeder Tipp eine ,Mausschlaue‘ Frage beantwortet. Wenn ich die Eisbahn in Planten un Blomen empfehle, schreibe ich nicht nur ,Geh’ da hin, da kannst du auch Schlittschuhe ausleihen und Pommes essen.‘ Sondern ich stelle eine Frage, die Kinder interessiert: Wie kommt das Eis auf die Eisbahn? Und diese Frage beantworte ich dann so, dass Kinder es verstehen. Alle Tipps kommen von mir, ich habe die Auswahl selbst erstellt. Bevor ich die Tipps zu Ende recherchiert und geschrieben habe, habe ich sie dem Verlag und dem Sender vorgestellt und für gut befinden lassen.“

Nach welchen Kriterien haben Sie die Entdeckungstouren ausgewählt?
„Ich wollte einen bunten Mix aus Natur-Erlebnissen, sportlichen Ausflügen und kulturellen Sachen wie Theatern und Museen. Dazu die wichtigen Hamburger Sehenswürdigkeiten und unbekannte Orte. Und es gibt Touren in der ganzen Stadt. Mal waren wir mit der ganzen Familie im Barfußpark Lüneburger Heide, dann war ich mit meinen Jungs in der ,Werkstatt für Kinder‘ in Ottensen. Mit Fritzie habe ich einen herrlichen Tag im Inselpark verbracht. Ich war auch alleine unterwegs, begleitete eine Grundschulklasse bei einer Bustour durch den Hafen.“

Wie lange haben Sie für das Buch gebraucht?
„Ich habe fast ein Jahr an dem Buch gearbeitet, aber eher komprimiert in fünf oder sechs Monaten geschrieben. Am bes-ten kann ich das am Morgen, wenn die Gedanken noch frisch und klar sind – und das Haus ruhig. Ich setze mich an den Schreibtisch und nehme mindestens zwei Thermoskannen Tee mit – damit ich ja nicht aufstehen muss.
Ich schreibe immer hochkonzentriert und hasse es, beim Schreiben unterbrochen zu werden. Maximal Toiletten-Pausen sind erlaubt. Das mache ich so einige Stunden, bis ich Hunger bekomme – oder mich dringend mal bewegen muss. Oder bis die Kinder aus Schule und Kita abgeholt werden müssen.“

Ist es ein Vorteil, Sachbücher für Kids zu schreiben und selbst Mutter zu sein?
„Meine Kinder sind meine besten Berater! Wenn sie ein Ausflugsziel blöd finden, ist es durchgefallen. So einfach ist das. Zudem kann ich mich gut in Kinder hineinversetzen. Wie ich sie ansprechen muss, damit sie mich verstehen, was sie spannend und interessant finden, all diese Fähigkeiten perfektioniere ich täglich im Umgang mit meinen Dreien. Für mich ganz persönlich ist es außerdem ein Traum, dass ich Zeit mit meinen Kindern verbringe und gleichzeitig darüber ein Buch schreibe.“

Was wünschen Sie sich und der Leserschaft?
„Ich wünsche mir, dass die Leser von meinen ,Mausschlauen Freizeittipps‘ Hamburg nochmal ganz neu entdecken. Außerdem glaube ich fest daran, dass Eltern ihre Kinder mit diesem Buch zu Ausflügen überreden können, die sonst vielleicht erstmal langweilig klingen.“

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